Erholung im Chip-Sektor: DAX schließt fester -- Wall Street letztlich mit Gewinnen -- SpaceX: Trump griff nach IPO zu -- AMD, DroneShield, Bloom Energy, SAP, NVIDIA, DEUTZ, Gerresheimer im Fokus
Siemens Energy treibt wohl Vorbereitungen für Verkauf von Dampfturbinen-Geschäft voran. Reedereien wie MSC, Maersk und Hapag-LLoyd durchfahren Suezkanal teils wieder. Bitcoin klettert auf Dreimonatshoch. JPMorgan erhöht Kursziel für Novo Nordisk-Aktie. Rheinmetall: Kritik an Qualitätsmängeln an Schutzplatten. KI-Investitionen laut Experten robust.
Marktentwicklung
Der deutsche Leitindex zeigte sich am Dienstag durchweg freundlich.
Bereits zum Sitzungsstart notierte der DAX höher und baute seine Gewinne im Verlauf stetig aus. So stand zum Handelsende ein Plus von 0,61 Prozent auf 26.266,14 Punkte an der Kurstafel.
Der TecDAX fiel nach einem etwas festeren Start zwischenzeitlich an die Nulllinie zurück und konnte deshalb letztlich nur auf ein kleines Tagesplus von 0,09 Prozent auf 4.052,97 Zähler zurückblicken.
Am deutschen Aktienmarkt überwog am Dienstag nach robusten Konjunkturdaten die Zuversicht. Die Ölpreise gaben weiter nach und stützten so die Aktienindizes. Am Vorabend hatte eine Rede von US-Finanzminister Scott Bessent keine konkreten Schritte erkennen lassen, mit denen die USA den Kriegsgegner Iran stärker unter Druck setzen wollen. Zuvor hatte die US-Regierung von einem "Wirtschaftskrieg" gegen den Iran gesprochen und angedroht, Teheran vollständig von der Weltwirtschaft abzuschneiden.
Am Vormittag wurde das ifo-Geschäftsklima veröffentlicht, das als wichtigster deutscher Konjunkturindikator gilt. Demnach besserte sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im August weiter und fiel zudem besser aus als von Analysten prognostiziert. Trotz der Auswirkungen des Iran-Kriegs und der jüngsten Dürre rechnen Ökonomen mit einer wirtschaftlichen Belebung. Dazu passte am Morgen die Meldung über ein leicht nach oben korrigiertes Bruttoinlandsprodukt (BIP), das von April bis Juni mit 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal um 0,1 Punkte kräftiger zulegte als ursprünglich ermittelt. Damit ist Europas größte Volkswirtschaft das dritte Quartal in Folge gewachsen.
Nach und nach rücken nun weitere wichtige Termine der Woche in den Fokus - darunter die Quartalszahlen von NVIDIA am morgigen Mittwoch sowie die Rede von Fed-Präsident Kevin Warsh beim Notenbanktreffen in Jackson Hole am Freitag.
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Anleger an den europäischen Aktienmärkten griffen am Dienstag vorsichtig zu.
Der EURO STOXX 50 pendelte nach seiner positiven Eröffnung zeitweise um die Nulllinie, konnte sich vor Handelsschluss aber noch etwas hochschrauben. Letztlich verabschiedete er sich 0,20 Prozent fester bei 6.460,58 Punkten in den Feierabend.
Unterstützung kam von der nach oben revidierten deutschen BIP-Zahl für das zweite Quartal. Das bestätigte die Ansicht vieler Volkswirte, wonach die Stimmung schlechter sei als die tatsächliche Lage. Im Blickpunkt standen weiter die US-Anleihemärkte nach der Rede von US-Finanzminister Scott Bessent am Vorabend. Dabei herrschte Vorsicht, denn mit den NVIDIA-Zahlen und den US-Inflationsdaten am Mittwoch sowie der Rede von Fed-Chef Kevin Warsh auf der Notenbankerkonferenz am Freitag stehen noch wichtige Termine an. Zusätzlich wurde am Nachmittag das US-Verbrauchervertrauen veröffentlicht, was sich etwas eintrübte.
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An der Wall Street ging es am Dienstag aufwärts.
Entsprechend notierte der Dow Jones zum Ende der Sitzung 0,3 Prozent fester bei 53.577,17 Punkten, nachdem er bereits etwas höher eröffnet hatte und sich auch im weiteren Verlauf in der Gewinnzone zeigte.
Der technologielastige NASDAQ Composite hatte zur Startglocke ebenfalls ein Plus an der Kurstafel stehen und weitete seine Gewinne im Anschluss noch etwas aus. Er schloss den Handelstag 0,66 Prozent fester bei 26.151,30 Zählern ab.
Rückenwind lieferte der Anleihemarkt, an dem sich die Entspannung des Vortags fortsetzte und die Renditen weiter nachgaben. Befeuert wurde diese Entwicklung von einem CNBC-Bericht, wonach US-Finanzminister Bessent die knapp eine Billion Dollar schweren staatlichen Liquiditätsreserven anzapfen könnte, um die jüngst angekündigten erweiterten Rückkäufe von Staatsanleihen zu finanzieren.
Zusätzlich dämpften deutlich fallende Ölpreise die Inflationssorgen und damit die Furcht vor steigenden Leitzinsen. Hintergrund könnten Spekulationen auf eine mögliche Entspannung an der bislang kaum passierbaren Straße von Hormus sein, nachdem die USA einen globalen Sanktionsplan gegen den Iran gestartet haben. Bessent bezeichnete dies laut Dow Jones Newswires als "wirtschaftlichen Angriff auf Irans weltweite Finanzverbindungen", der Teherans "Ermöglicher" daran hindern solle, das Regime am Leben zu erhalten. Das Weiße Haus hat zudem einen Zeitplan veröffentlicht, nach dem Länder ihre Iran-Aktivitäten herunterfahren sollen - offen bleibt, wie etwa China als großer Abnehmer iranischen Öls darauf reagiert.
Konjunkturseitig standen am Dienstag mit dem Verbrauchervertrauen für August und den Neubauverkäufen eher zweitrangige Daten an, während am Mittwoch die als wichtiger Fed-Indikator geltenden PCE-Inflationsdaten für Juli im Fokus stehen dürften.
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An den Börsen in Asien fehlte am Dienstag eine einheitliche Richtung.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 0,5 Prozent im Plus bei 65.856,43 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite derweil 0,19 Prozent auf 3.889,45 Stellen.
In Hongkong verlor der Hang Seng marginale 0,02 Prozent auf 25.511,10 Punkte.
Händler sprachen von Zurückhaltung im Vorfeld der NVIDIA-Quartalszahlen, die am Mittwoch nach US-Börsenschluss erwartet werden. Von den Ergebnissen und vor allem vom Ausblick erhoffen sich die Anleger Klarheit darüber, ob die Nachfrage die gewaltigen Investitionen in den KI-Ausbau tatsächlich rechtfertigt. Vorsorglich trennten sich viele Investoren von Technologiewerten, insbesondere solchen mit KI-Bezug, und folgten damit den schwachen Vorgaben aus den USA. Zusätzlich belastet weiterhin der Iran-Krieg die Stimmung. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte neue Schritte an, um das iranische Regime zu isolieren. China als wichtigster Handelspartner des Irans werde sich dem Druck der USA jedoch kaum beugen, vermutet Joseph Capurso von der Commonwealth Bank of Australia. Die US-Kampagne gegen den Iran könnte deshalb vor dem nächsten Gipfeltreffen zwischen den USA und China im September den "Burgfrieden" im Handelsstreit beider Länder gefährden, ergänzte er.