Panik bei Lucid: Insolvenzgerüchte schicken Aktie auf Talfahrt - Dementi hilft nicht
Gerüchte über eine mögliche Insolvenz oder Privatisierung haben die Lucid-Aktie massiv unter Druck gesetzt. Der Elektroautohersteller weist die Berichte zurück - Anleger bleiben skeptisch
Werte in diesem Artikel
- Lucid dementiert Berichte über eine mögliche Insolvenz als komplett falsch
- Die Aktie bricht dennoch zeitweise um mehr als 50 Prozent ein
- Der Handel wurde mehrfach wegen der Volatilität ausgesetzt
Ein Bericht über eine mögliche Insolvenz hat die Aktie von Lucid Group am Dienstag auf ein Rekordtief abstürzen lassen, obwohl der Elektroautobauer die Gerüchte umgehend als "komplett falsch" zurückwies. Das Papier schloss trotz des Dementis 16,15 Prozent tiefer bei 4,62 US-Dollar, vorbörslich geht es zeitweise um weitere 4,33 Prozent auf 4,42 US-Dollar zurück.
Bericht über Bankrott-Optionen löst Panik aus
Auslöser war ein Bericht des auf Elektrofahrzeuge spezialisierten Onlinemediums eletric-vehicles.com, wonach der von Lucid engagierte Restrukturierungsberater AlixPartners dem Verwaltungsrat vor dessen nächster Sitzung Optionen vorlegen solle, die eine Übernahme durch einen Finanzinvestor oder ein Insolvenzverfahren nach Chapter 11 einschließen könnten. Die Aktie brach daraufhin im regulären Handel zeitweise um mehr als 50 Prozent ein, der Handel wurde mehrfach wegen der hohen Kursschwankungen ausgesetzt.
Lucid verweist auf Liquidität
Der Tesla-Konkurrent bezeichnete die Gerüchte auf seiner Website als "komplett falsch" und erklärte, das Unternehmen verfüge über ausreichend Liquidität, um seinen Betrieb bis weit ins kommende Jahr fortzuführen, wie aus dem jüngsten Quartalsbericht hervorgehe. Ein eigens eingerichtetes Komitee des Verwaltungsrats zur Prüfung eines Verkaufs oder einer Insolvenz existiere nicht. AlixPartners unterstütze Lucid ausschließlich dabei, die operative Umsetzung zu verbessern, und habe dem Management oder dem Verwaltungsrat keine Insolvenz empfohlen.
Unternehmen bereits zuvor unter Druck
Die Aktie war schon vor dem Bericht unter Druck: Seit Jahresbeginn hatte sich der Kurs bereits mehr als halbiert. Der seit 1. Juni amtierende Vorstandschef Silvio Napoli hatte im Mai die Produktions- und Absatzprognose ausgesetzt und eine Restrukturierung mit schärferem Fokus angekündigt.
Claudia Stephan, Redaktion finanzen.net
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Bildquellen: Lucid, TIMOTHY A. CLARY/AFP via Getty Images
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