DAX letztlich mit Verlusten -- US-Börsen mit Rekorden -- UMG lehnt Übernahmeangebot von Pershing Square ab -- Virgin Galactic, Nebius, Micron, Sandisk, Berkshire, ServiceNow, Siemens Energy im Fokus
HENSOLDT passt Ausblick an - auch Rheinmetall, TKMS und RENK im Blick. Rallymodus der Infineon-Aktie ungebrochen. SAP, Nemetscheck & Co. setzen Erholung fort. NVIDIA schickt die Aktien von Intel, AMD und QUALCOMM auf Talfahrt - Arm hebt ab. Uber: Robotaxis-Test in München. easyJet: Übernahmeofferte soll geprüft werden. Mercedes trotzt US-Gesetzesinitiative.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zum Start in den neuen Monat eine Spur tiefer.
Der DAX eröffnete die neue Handelswoche bereits etwas niedriger, notierte anschließend jedoch in einer engen Handelsspanne um die Nulllinie herum. Im weiteren Tagesverlauf rückte das Barometer zeitweise spürbar auf grünes Terrain vor, ehe es am Nachmittag zu einem deutlichen Rücksetzer kam. Entsprechend verabschiedete sich der Leitindex mit einem Minus von 0,40 Prozent bei 25.003,04 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX bewegte sich nach einem festeren Start letztlich 0,53 Prozent aufwärts auf 4.182,07 Zähler.
Nach einem außergewöhnlich starken Börsenmonat Mai präsentierte sich der deutsche Aktienmarkt zum Start in den Juni schwächer. Zeitweise wurde der DAX von SAP getragen, doch insgesamt ging es abwärts.
In der Vorwoche war der DAX getrieben von der Hoffnung auf ein dauerhaftes Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran noch bis dicht an sein im Januar erreichtes Rekordhoch herangestiegen. Da diese positiven Aussichten im weiteren Verlauf jedoch keine neuen Impulse erhielten, zog sich der Leitindex wieder etwas von seinen Spitzenwerten zurück.
Laut Marktanalyst Timo Emden bleibt die Situation im Iran-Konflikt zwar faktisch ungelöst und die politische Realität von vielen offenen Fragen geprägt, an den Finanzmärkten überwiege jedoch weitestgehend der Optimismus. Die Anleger richten ihre Erwartungen demnach bereits fest auf eine mögliche Friedenslösung im Nahen Osten aus.
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Die europäischen Börsen hielten sich auch am Montag zurück.
Der EURO STOXX 50 notierte schließlich mit Abschlägen von 0,46 Prozent bei 6.022,64 Punkten, nachdem das Barometer zu Beginn noch seitwärts tendierte.
Zwar ziehen die Ölpreise erneut um gut zwei Prozent an, doch von einer tiefen Enttäuschung über die ausgebliebene Einigung zwischen den USA und dem Iran konnte keine Rede sein - die Wall Street und der europäische Markt hatten den optimistischen Signalen der US-Regierung bereits am Freitag kaum Glauben geschenkt und entsprechend keine Vorschusslorbeeren verteilt.
Laut Amarpreet Singh von Barclays Commodities Research hoffen die Marktteilnehmer zwar weiterhin auf eine Lösung für die Blockade der Straße von Hormus, ein konkreter Durchbruch lasse aber auch nach sieben Wochen Verhandlung auf sich warten. Die Analysten von ANZ Research betonen in diesem Kontext die Schwere der Krise: Die wichtige Meerenge bleibt dicht, wodurch dem Weltmarkt täglich über 15 Millionen Barrel Rohöl vorenthalten werden.
Im weiteren Tagesverlauf richtete sich der Fokus der Anleger auf die finalen Einkaufsmanagerindizes für die Industrie. Erste Signale aus Asien lieferten hierbei positiven Gesprächsstoff: Vor allem in China und Südkorea sind die Konjunkturerwartungen deutlich gestiegen.
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Zum Start in den Juni legten die US-Indizes zu.
Der Dow Jones Industrial gewann moderate 0,09 Prozent auf 51.078,88 Punkte. Im Handelsverlauf wurde bei 51.161,10 Zählern ein neuer Rekord markiert.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite legte deutlicher zu und gewann 0,42 Prozent auf 27.086,81 Zähler. Bei 27.190,21 Punkten wurde ein neues Rekordhoch erreicht.
Geopolitische Spannungen und steigende Ölpreise trübten die Anlegerstimmung zeitweise. Die US-Börsen setzten ihre zuletzt starke Rekordjagd, getrieben durch den KI-Boom, dennoch in moderatem Tempo fort.
Im Iran-Konflikt stocken die Friedensverhandlungen zwischen Teheran und Washington, während sich beide Seiten gegenseitig Verstöße gegen die Waffenruhe vorwerfen. Am Wochenende bombardierten US-Streitkräfte Ziele in der südlichen iranischen Provinz Hormosgan, woraufhin die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben mit einem Vergeltungsschlag reagierten. Die USA rechtfertigten ihren Angriff mit dem vorherigen Abschuss einer amerikanischen Drohne durch den Iran. Trotz der angespannten Lage scheinen die Märkte dem Optimismus von US-Präsident Donald Trump zu folgen, der seine Kritiker zur Gelassenheit aufforderte. Auf seiner Plattform Truth Social zeigte er sich überzeugt, dass am Ende alles gut ausgehen werde.
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Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich zum Wochenbeginn uneinheitlich.
In Tokio verbuchte der Nikkei 225 letztlich ein Plus von 0,91 Prozent auf 66.934,33 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland sank der Shanghai Composite schließlich um 0,27 Prozent auf 4.057,74 Zähler.
In Hongkong ging es für den Hang Seng 0,86 Prozent auf 25.398,18 Indexpunkte nach oben.
Zum Auftakt der neuen Handelswoche zeigten die Börsen in Asien eine uneinheitliche Entwicklung, da die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten die Stimmung vielerorts dämpften. Insbesondere das jüngste Vorrücken israelischer Streitkräfte im Libanon ließ die Ölpreise beim Übergang in den europäischen Handel spürbar anziehen, wenngleich die Notierungen weiterhin deutlich unter den bisherigen Krisenhöchstständen verharren.
Demgegenüber stand der Technologiesektor, der einmal mehr vom globalen Boom rund um die Künstliche Intelligenz profitierte. Besonders deutlich wurde dies in Südkorea, wo der Leitindex Kospi dank historisch starker Exportdaten auf ein neues Rekordhoch kletterte.
In Japan erreichte der Nikkei-Index ebenfalls einen historischen Höchststand.
Die chinesischen Festlandbörsen in Shanghai verbuchten leichte Verluste. Ein Rückgang des aktuellen Einkaufsmanagerindexes für den Mai verdeutlichte, dass Lieferkettenprobleme und höhere Preise infolge des Nahostkonflikts die dortige Wirtschaft belasten.
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