DAX schließt deutlich unter 25.000 Punkten -- Dow letztlich in Rot -- JPMorgan schraubt ASML-Kursziel hoch -- Beige Book, Infineon, Intel, SpaceX, GameStop, Amazon, Sivers, Palo Alto, Marvell im Fokus
Broadcom-Aktie nach enttäuschenden Ergebniszahlen im Sinkflug. Commerzbank will UniCredit-Angaben durch Finanzaufsicht prüfen lassen. Siemens Energy startet Aktienrückkauf für eine Milliarde Euro. Eli Lilly halbiert Milliardeninvestition in Rheinland-Pfalz. Pershing Square gibt bei Übernahme von Universal Music auf. EU gibt grünes Licht für BASF-Verkauf an Carlyle - mit Auflagen.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt notierte am Mittwoch mit kräftigen Verlusten.
Der DAX hatte den Handel bereits mit spürbaren Abschlägen begonnen und verharrte auch weiterhin in der Verlustzone. Im Späthandel weitete sich das Minus noch einmal kräftig aus, sodass das Barometer letztlich 1,31 Prozent tiefer bei 24.796,21 Punkten in den Feierabend ging.
Der TecDAX verweilte nach bereits schwächerem Start bis Handelsschluss auf rotem Terrain. Sein Schlussstand: 4.185,72 Punkte (-1,19%).
Für den DAX spielte sich am Mittwoch eine vorsichtige Haltung ab. Der deutsche Leitindex machte Verluste und verlor seinen im Januar aufgestellten Rekod bei 25.507 Punkten wieder etwas aus den Augen.
Belastet wurde die Stimmung einmal mehr durch die unübersichtliche und erneut eskalierte Lage im Iran-Konflikt. Trotz gegenteiliger Berichte aus Teheran, wonach die Gespräche seit mehreren Tagen auf Eis liegen, betonte US-Präsident Donald Trump am Vorabend, dass die Verhandlungen über ein Rahmenabkommen weiterhin laufen. Die Situation bleibt dennoch extrem angespannt, nachdem sich die USA und der Iran in der Nacht auf Mittwoch die heftigsten Gefechte seit Beginn der vereinbarten Waffenruhe geliefert haben. Diese geopolitische Unsicherheit spiegelte sich auch am Energiemarkt wider, wo die anziehenden Ölpreise als zusätzlicher Risikofaktor für die Aktienmärkte galten.
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Die europäischen Börsen gaben zur Wochenmitte nach.
Der EURO STOXX 50 bewegte sich zur Eröffnung noch nahe der Nulllinie, verlor im weiteren Verlauf aber immer weiter an Boden. Letztlich verabschiedete sich das Barometer mit einem deutlichen Abschlag von 0,71 Prozent auf 6.064,27 Zähler in den Feierabend.
Europas Aktienmärkte gerieten am Mittwoch unter Druck und konnten sich damit nicht von den positiven Signalen der US-Börsen mitziehen lassen. Ein Beobachter des Handelsstrategieanbieters Index Radar beschrieb die Lage laut dpa-AFX treffend: "Während die Wall Street scheinbar mühelos von Rekord zu Rekord eilt, wirkt Europa wie ein Läufer, der zwar mithalten möchte, jedoch immer wieder auf die Uhr schaut."
Belastet wurde die Stimmung unter anderem durch die eskalierende Lage im Nahen Osten, wo gegenseitige Angriffe zwischen den USA und dem Iran die Anleger zur Vorsicht mahnten. Hinzu kamen neue Zolldrohungen der USA gegen rund 60 Länder, denen vorgeworfen wird, Importe aus Zwangsarbeit nicht ausreichend zu unterbinden. Betroffen wären dabei nicht nur China und Kanada, sondern auch wichtige europäische Partner wie die EU, Großbritannien und die Schweiz, die mit zusätzlichen Abgaben zwischen 10 und 12,5 Prozent rechnen müssten. Die Kombination aus geopolitischer Unsicherheit und handelspolitischen Risiken lastete spürbar auf dem Sentiment der Marktteilnehmer.
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Die US-Indizes verbuchten am Mittwoch Verluste.
So eröffnete der Dow Jones Industrial die Sitzung mit einem moderaten Abschlag und fiel danach tiefer in negatives Terrain. Letztlich schloss er 1,21 Prozent schwächer bei 50.687,07 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite rutschte nach einem stabilen Start weit ins Minus ab und beendete den Handel schlussendlich 0,89 Prozent tiefer bei 26.853,98 Zählern.
Die Lage im Nahen Osten belastete die Stimmung weiterhin: Trotz gegenseitiger Behauptungen über einen geltenden Waffenstillstand lieferten sich US-amerikanische und iranische Streitkräfte erneut schwere Gefechte, wodurch ein baldiges Kriegsende unwahrscheinlicher erscheint. In diesem Zuge zieht auch der Ölpreis merklich an. Zusätzlich beschäftigte Anleger die Frage, ob Unternehmen ihre angekündigten Großinvestitionen in künstliche Intelligenz tatsächlich finanzieren können.
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Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich am Mittwoch uneinheitlich.
In Tokio verbuchte der Nikkei 225 letztlich ein Plus von 2,5 Prozent auf 68.402,13 Punkte. Er erreichte bei 68.786,49 Zählern ein Allzeithoch.
Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite derweil um 0,22 Prozent auf 4.083,97 Zähler.
In Hongkong ging es für den Hang Seng um 1,56 Prozent auf 25.633,21 Indexpunkte nach unten.
Das Handelsgeschehen an den asiatischen Leitbörsen zeigte am Mittwoch ein zweigeteiltes Bild: Während der Markt in Tokio kräftige Kursgewinne verbuchte, brach der Index in Hongkong deutlich ein. An den übrigen Handelsplätzen der Region verliefen die Ausschläge moderater, tendierten per saldo jedoch mehrheitlich im grünen Bereich. Stützung erfuhr der Markt durch die jüngsten, wenn auch knappen Rekordmarken an der Wall Street vom Vorabend.´
Insgesamt zeigte sich an den Märkten eine psychologische Verschiebung: Die anhaltende KI-Fantasie und die fundamentale Stärke des Technologiesektors erwiesen sich als so dominant, dass geopolitische Risiken zunehmend in den Hintergrund gedrängt werden. Trotz neuer gegenseitiger Attacken im Nahen Osten und ins Stocken geratener Friedensverhandlungen macht sich unter den Anlegern eine Art Gewöhnungseffekt an die fragile Lage breit. Flankiert wurde diese Gelassenheit durch den Energiemarkt, wo die Ölpreise nur verhalten anziehen. So verteuerte sich die Nordseesorte Brent um gut ein Prozent auf rund 97 Dollar und verbleibt damit weiterhin ein gutes Stück unter der kritischen 100-Dollar-Marke.
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