Dow letztlich fester -- DAX schließt im Plus -- Broadcom enttäuscht beim Ausblick -- SpaceX setzt Ausgabepreis fest -- Lufthansa, Infineon, CrowdStrike, Softbank, HOCHTIEF, PUMA, BYD im Fokus
Bitcoin mit Mehrmonatstief. Siemens Energy-Aktie gesucht: Rückkauf eigener Aktien für eine Milliarde Euro gestartet. Beige Book: Wirtschaftsaktivität moderat gestiegen. Neue Episode bei Commerzbank/Unicredit: Frankfurter schalten Bafin ein. Visa und Mastercard stoppen Zahlungen auf Kuba.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag mit Gewinnen.
Der DAX konnte nach einem freundlichen Start vorübergehend sogar über die runde Marke von 25'000 Punkten steigen. Zum Handelsschluss stand dann ein Plus von 0,60 Prozent bei 24'944,95 Punkten an der Kurstafel.
Der TecDAX fiel nach einer positiven Eröffnung vorübergehend in die Verlustzone, bevor er wieder ins Plus drehen konnte. Letztlich ging er 0,5 Prozent höher bei 4.209 Zählern in den Feierabend.
Für Beruhigung sorgte am Donnerstag der wieder gesunkene Ölpreis, der unter der Hoffnung auf eine Waffenruhe im Libanon litt. Die Rally rund um Künstliche Intelligenz (KI) geriet allerdings etwas ins Stocken. Mit Broadcom überzeugte in den USA eine der KI-Größen beim Ausblick nicht ganz. Dies belastete Halbleiterwerte auch hierzulande. Die Lage im Iran-Krieg bleibt undurchsichtig.
Auch dank hoher Kursgewinne der schwer gewichteten SAP SE-Aktien hatte der deutsche Leitindex zwischenzeitlich die Marke von 25.000 Zählern überwunden.
Einerseits sorge die KI-Euphorie jenseits des Atlantiks für Kursfantasie, andererseits hielten geldpolitische Unsicherheiten und geopolitische Risiken die Anleger im Zaum, schrieb Analyst Timo Emden von Emden Research und fuhr fort "Zwischen KI-Goldgräberstimmung und Nahostrisiken suchen Anleger weiterhin ihren Nordstern." Zwar taste sich der DAX wieder in Richtung der Marke von 25.000 Punkten vor, doch das Fundament bleibe fragil.
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Die europäischen Börsen legten am Donnerstag merklich zu.
Der EURO STOXX 50 hatte wenig verändert eröffnet und stieg im Anschluss deutlich. Am Abend schloss er mit einem klaren Plus von 0,82 Prozent bei 6.103,33 Punkten.
Für etwas Kaufbereitschaft sorgten wieder leicht auflebende Hoffnungen auf einen Frieden im Nahost-Konflikt und auf ein Ende der Blockade der Straße von Hormus. Laut dem US-Außenministerium haben Israel und Libanon eine Waffenruhe vereinbart. Sie steht aber unter der Bedingung, dass die proiranische Hisbollah-Miliz ihre Angriffe einstellt. Der Iran hat eine solche Waffenruhe immer wieder zur Vorbedingung für Friedensverhandlungen mit den USA gemacht. Die Ölpreise sanken vor diesem Hintergrund.
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Der US-Leitindex zog am Donnerstag kräftig an.
Der Dow Jones Industrial hatte mit einem klaren Gewinn eröffnet, vergrößerte diesen anschließend deutlich und schloss 1,73 Prozent fester bei 51.562,12 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite drehte nach anfänglichen Verlusten im weiteren Handelsverlauf moderat ins Plus, bevor er wieder an die Nulllinie zurückfiel. Schlussendlich beendete er den Handelstag kaum verändert (-0,09 Prozent) bei 26.830,96 Zählern.
Der Leitindex wurde gestützt von Aktien des Gesundheits- und Finanzsektors. Unter den Anlegern keimte wieder Hoffnung auf ein Abkommen zur Beendigung des Iran-Krieges auf, wie Händler sagen.
Im Technologiesektor dämpfte allerdings Broadcom die Kauflaune. Das Unternehmen profitiert weiterhin von der hohen Nachfrage nach Chips für Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) und verzeichnet dadurch ein starkes Wachstum. Auch die vorgelegten Quartalszahlen entsprachen den Erwartungen. Für Enttäuschung sorgte allerdings der KI-bezogene Teil des Ausblicks. "Es wird zunehmend schwieriger, die Erwartungen der Anleger in jedem Quartal erneut zu übertreffen", erklärte Blayne Curtis von der Investmentbank Jefferies. An der grundsätzlichen Dynamik des KI-Geschäfts ändere dies jedoch nichts.
"Das ist ein klassischer Fall von sehr hohen Erwartungen, die auf einen Markt treffen, der auf Perfektion setzt (...). Anleger bestrafen derzeit alles, was nicht exakt ihren Vorstellungen entspricht", erläuterte Analyst Matt Britzman von Hargreaves Lansdown.
Etwas Unterstützung erhielten die Börsen immerhin von sinkenden Ölpreisen. Hintergrund ist ist Einigung zwischen Israel und Libanon auf eine Verlängerung der Waffenruhe - allerdings vorausgesetzt, die vom Iran unterstützte Miliz Hisbollah stellt ihre Angriffe ein. Diese aber lehnt eine Waffenruhe ab. Derweil hat US-Präsident Donald Trump jedoch versichert, die US-Streitkräfte würden ihre Angriffe auf den Iran nicht wieder aufnehmen, sofern keine US-Soldaten getötet würden. Unterdessen steigt auch in den USA der Druck auf den Präsidenten, den Krieg zu beenden. Das von den Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus hat mehrheitlich für eine Resolution gestimmt, mit der Trump die Fortsetzung des Kriegs untersagt werden soll. Die Zustimmung des Senats steht indessen noch aus. Überdies bedarf es einer Zweidrittelmehrheit in beiden Kammern des Kongresses, um ein Veto von Trump auszuhebeln. Die Rohölsorte Brent verbilligt sich um fast 3 Prozent je Barrel. "Ohne eine Normalisierung der regionalen Ölströme ist der Markt zunehmend starken Aufwärtsschwankungen ausgesetzt, da die Lagerbestände weiter abnehmen", warnten jedoch die ING-Analysten Warren Patterson und Ewa Manthey.
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Die asiatischen Aktienmärkte verloren am Donnerstag.
In Tokio verbuchte der Nikkei 225 ein Minus von 1,36 Prozent auf 67.470,69 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite derweil um 0,64 Prozent auf 4.057,78 Zähler.
In Hongkong ging es für den Hang Seng um 1,48 Prozent auf 25.253,40 Indexpunkte nach unten.
Die asiatischen Aktienmärkte standen am Donnerstag breit unter Druck und folgen damit den negativen Vorgaben der US-Börsen. Besonders Technologieaktien gerieten ins Visier der Verkäufer. Marktbeobachter verwiesen auf Gewinnmitnahmen nach der jüngsten Kursrally. Belastend wirkte zudem der Kursrückgang von Broadcom, dessen Aktie im nachbörslichen US-Handel um mehr als 13 Prozent einbrach. Zwar legte der Halbleiterhersteller solide Geschäftszahlen vor, doch konnten weder die Ergebnisse noch der Ausblick die hohen Erwartungen der Anleger erfüllen.
Als wesentlicher Belastungsfaktor für die regionalen Märkte gilt die zunehmende Sorge, dass sich ein Ende des Konflikts zwischen den USA und dem Iran weiter verzögern könnte. Hintergrund sind erneute militärische Auseinandersetzungen zwischen beiden Staaten. Die Risikobereitschaft der Anleger habe angesichts fehlender Fortschritte in den Verhandlungen über eine Beilegung des Konflikts sowie weiterer militärischer Aktionen nachgelassen, erklärt NAB-Analyst Gavin Friend.
Zusätzliche Verunsicherung lösten Aussagen von US-Präsident Trump aus. Auf die Frage nach einem möglichen Abkommen und einer Wiederöffnung der Straße von Hormus brachte er überraschend ins Spiel, dass die wichtige Schifffahrtsroute bis zum US-Feiertag "Labor Day" am 7. September geschlossen bleiben könnte. Auch der Vorschlag, die Sperrung anschließend um weitere sechs Monate zu verlängern, dürfte die Stimmung an den Finanzmärkten kaum verbessern.
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