Heute im Fokus

US-Börsen letztlich schwach -- DAX schließt unter 26.000 Punkten -- Newmont profitiert von Goldpreisrally -- SpaceX, DroneShield, Rheinmetall, Moderna, Apple, CoreWeave, Buffett, Bitcoin im Fokus

aktualisiert 20.08.26 22:14 Uhr

JD.com bei Ceconomy-Übernahme zu Zugeständnissen bereit. Fresenius senkt Beteiligung an FMC weiter. Fielmann kappt Prognose. Aktienmarkt vor der Trendwende? Warren Buffetts Zehn-Worte-Warnung lässt Anleger aufhorchen. Dell-Aktie hängt Micron und AMD ab: Warum Analysten ihre Kursziele weiter erhöhen. Walmart hebt Jahresziele an - US-Geschäft enttäuscht. Alibaba: Gewinn sackt im zweiten Quartal um 75 Prozent ab.

Marktentwicklung


Der deutsche Leitindex verbuchte am Donnerstag Verluste.

Der DAX startete mit einem kleinen Minus in den Tag. Im Verlauf fiel er noch etwas weiter zurück, dabei rutschte er auch unter die 26.000-Punkte-Marke. Bis zum Handelsende konnte er seine Verluste wieder etwas reduzieren, den Sprung zurück über die runde Marke schaffte er jedoch nicht. Er verabschiedete sich mit einem Minus von 0,42 Prozent bei 25.983,04 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX eröffnete etwas höher. Im Laufe des Tages schwankte er zwischen Gewinn- und Verlustzone, konnte letztlich aber leicht zulegen und 0,15 Prozent höher bei 4.065,34 Punkten schließen.

Seinen Höchststand hatte der DAX in der vergangenen Woche mit 26.573 Zählern markiert. Danach blieben neue Impulse aus. Belastend wirkten die gestiegenen Renditen an den Anleihemärkten sowie die vom Iran-Krieg getriebenen Ölpreise. Weil die Verhandlungen mit Teheran keine Fortschritte brachten, stellte US-Präsident Donald Trump dem Iran einen in dieser Form noch nie dagewesenen "Wirtschaftskrieg" in Aussicht.

Die Landesbank Helaba verwies in einer Analyse auf die weiterhin gespannte Situation im Nahen Osten und darauf, dass eine ungehinderte Schifffahrt durch die Straße von Hormus derzeit mehr Hoffnung als Gewissheit sei. Vor diesem Hintergrund sei es wenig verwunderlich, dass sich die Energiepreise auf einem erhöhten Niveau eingependelt hätten.

Am Mittwoch habe sich der DAX den kräftigen Kursverlusten in Asien noch weitgehend widersetzt, hob Analyst Frank Sohlleder vom Broker Activtrades hervor - die dortigen, stark von Technologiewerten geprägten Handelsplätze haben sich mittlerweile wieder etwas gefangen. Zugleich mahnte er zur Vorsicht: Es sei noch offen, ob der DAX den Boden finde oder ob ihn das Zusammenspiel aus höheren Energiekosten und Zinsunsicherheit letztlich in die Knie zwinge.

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Die europäischen Aktienmärkten gaben am Donnerstag etwas nach.

Der EURO STOXX 50 startete kaum verändert in den Handel, im Laufe des Tages fiel er jedoch auf rotes Terrain zurück und behielt seine negative Tendenz schließlich bei. Er beendete den Handel 0,35 Prozent leichter bei 6.422,06 Zählern.

Das Protokoll der jüngsten Fed-Sitzung, welches am Mittwochabend veröffentlicht wurde, wurde als leicht falkenhaft gewertet. Im Fokus des Marktes stand jedoch weiterhin die Entwicklung an den Anleihemärkten.

Für Diskussionen sorgte die Ankündigung des US-Finanzministeriums, künftig verstärkt langlaufende Treasurys zurückzukaufen. Das entspannte die Lage bei den US-Anleihen zwar etwas, drückte aber deutlich auf den Dollar - was seither die Nachfrage nach europäischen Aktien dämpft. Analysten werteten den Schritt im Kern als Neuauflage der "Operation Twist", diesmal jedoch vom Finanzministerium statt von der Fed. Um die Rückkäufe der Langläufer zu finanzieren, muss das Ministerium nun vermehrt kurzlaufende Papiere ausgeben.

Die Rabobank stellt einen Bezug zum Iran-Krieg her: Mit seinem Vorgehen mache Finanzminister Bessent deutlich, dass steigende Langfristrenditen die USA nicht von einem Vorgehen gegen den Iran abhalten sollten. Genau darin habe ökonomische Staatskunst immer schon bestanden - entgegen der Vorstellung, der Anleihemarkt könne solche Schritte verhindern. Bessent habe damit den Weg für eine mögliche künftige "Special Military Operation Twist" bereitet, ähnlich wie schon in früheren US-Kriegen die Finanzierungskosten auf verschiedenen Wegen begrenzt worden seien.

Derweil bleibt die Lage im Nahen Osten nach dem Ablauf des brüchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran weiter unklar, was die Ölpreise weiter steigen ließ.

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An den US-Börsen dominierten am Donnerstag die Bären.

Der Dow Jones beendete die Sitzung 1,32 Prozent tiefer bei 52.759,21 Punkten. Er war anfangs nur leicht schwächer in den Handelstag gegangen und hatte seine Verluste dann im Verlauf deutlich ausgeweitet.
Der NASDAQ Composite schloss mit einem Minus von 1,00 Prozent bei 26.067,17 Punkten. Er hatte bereits zum Start klar nachgegeben und war anschließend ebenfalls noch tiefer in den roten Bereich gerutscht.

Die von Anlegern mit Enttäuschung quittierten Zahlen von Walmart belasteten am Donnerstag den US-Aktienmarkt. Läuft das Geschäft des Handelsriesen schwächer, nährt das regelmäßig Zweifel am Konsumverhalten der Amerikaner - und der private Verbrauch zählt zu den tragenden Stützen der US-Konjunktur.

Für zusätzlichen Gegenwind sorgten am Donnerstag auch die abermals anziehenden Ölpreise sowie höhere Anleiherenditen. Zugleich überschritt die Staatsverschuldung der USA erstmals die Marke von 40 Billionen US-Dollar. Am Ölmarkt dominierte weiterhin der Iran-Krieg das Geschehen: Angesichts ausbleibender Fortschritte in den Gesprächen mit Teheran hatte US-Präsident Donald Trump dem Land mit einem "Wirtschaftskrieg" gedroht.

Rückenwind gab es hingegen für börsennotierte Krypto-Handelsplattformen: Angesichts der weiter kletternden Kurse digitaler Währungen legten Titel wie Coinbase und Strategy zu.

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An den Börsen in Asien wurden am Donnerstag Gewinne eingefahren.

In Tokio stieg der Nikkei 225 zur Wochenmitte 1,36 Prozent auf 66.216,79 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland legte unterdessen der Shanghai Composite 0,24 Prozent auf 3.903,72 Zähler zu.

In Hongkong verbuchte der Hang Seng ein Plus von 0,8 Prozent auf 25.698,49 Punkte.

Kräftig aufwärts ging es in Südkorea, wo der KOSPI um 5,89 Prozent auf 6.852,58 Punkte kletterte.

Die Entspannung am US-Anleihemarkt sorgte am Donnerstag für gute Stimmung an den asiatischen Börsen. Ausgelöst wurde sie durch die Ankündigung des US-Finanzministeriums, die Rückkaufoperationen für langlaufende Anleihen zu verdoppeln. Mit diesem Schritt soll der Druck auf einen Markt gemindert werden, an dem die Kreditkosten zuletzt auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahrzehnten gestiegen waren. Nachdem die Renditen US-amerikanischer Anleihen infolge der Ankündigung gesunken sind, gaben auch in Ostasien die Renditen nach.

"Was das Finanzministerium getan hat, ist im Grunde, eine kleine Atempause vom (steigenden Rendite-)Trend zu erkaufen....", so der Kommentar von Taylor Nugent, Ökonom bei der National Australia Bank. Lloyd Chan, Senior Währungsanalyst bei der MUFG Bank, ergänzte: "Auch wenn Rückkäufe allein die langfristigen Fundamentaldaten wahrscheinlich nicht verändern werden, signalisieren sie doch die Bereitschaft der politischen Entscheidungsträger, weiteren Renditeanstiegen entgegenzuwirken".

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