DAX schließt mit Gewinnen -- Wall Street letztlich fester -- NVIDIA mit starker Bilanz - Milliarden-Übernahme von Hugging Face? -- Micron, SpaceX, Salesforce, Novo Nordisk, Samsung, SK hynix im Fokus
BioNTech: Standortentscheidung bis Ende September erwartet. Rheinmetall investiert gut 260 Millionen Euro in Nordhessen. Siemens Energy-Aktie profitiert von Trumps Energietechnik-Dekret. Cavendish-Umsatz bricht ein. Krisengespräche bei Volkswagen - Land prüft Einstieg bei VW Osnabrück. Gerresheimer mit leichtem Umsatzplus im 1. Quartal - Stärkeres 2. Halbjahr erwartet.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag freundlich.
Der DAX startete höher und hielt sich auch anschließend im Plus. Nachdem er zeitweise an die Nulllinie zurückfiel, konnte er letztlich wieder ein kleines Plus von 0,31 Prozent auf 26.366,68 Zählern verzeichnen.
Der TecDAX verbuchte derweil deutlichere Gewinne, nachdem er die Sitzung etwas fester eröffnet hatte. Er sprang letztlich 2,1 Prozent auf 4.103,38 Zähler nach oben.
Die anhaltend hohe Nachfrage nach Rechenleistung für KI-Anwendungen treibt den weltweit führenden KI-Chipkonzern NVIDIA weiter voran. Das Unternehmen steigerte seinen Gewinn stärker als erwartet - und das Wachstumstempo soll überzeugend hoch bleiben, nicht zuletzt dank der neuen Prozessorarchitektur Rubin. Der "Titan" habe sich zurückgemeldet, schrieb Bernstein-Experte Stacy Rasgon. Der Blick richtet sich nun jedoch vor allem auf das Notenbankertreffen in Jackson Hole, dessen größter Höhepunkt die Rede von Fed-Präsident Kevin Warsh am Freitag ist. Der PCE-Deflator hat gezeigt, dass diese von der Fed bevorzugte Inflationskennziffer weiterhin zu hoch liegt. "Eine Zinsanhebung durch die US-Notenbank vor Jahresende ist damit nicht vom Tisch", schrieb am Morgen der Marktbeobachter Jochen Stanzl von der Consors Bank.
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Anleger an den europäischen Aktienmärkten hielten sich am Donnerstag zurück.
Der EURO STOXX 50 eröffnete den Handel im Plus. Schon kurz darauf bewegte er sich jedoch auf rotem Terrain. Sein Schlussstand: 6.422,75 (-0,74 Prozent).
NVIDIA legte besser als erwartet ausgefallene Ergebnisse und einen starken Ausblick vor. Aus Marktsicht zählt vor allem die Prognose für 2027: NVIDIA stellte ein Umsatzplus von 70 Prozent in Aussicht, während Analysten bislang lediglich mit 45 Prozent gerechnet hatten. Der KI-Investitionsboom scheint damit ungebrochen. Insgesamt bleibt das Börsenumfeld freundlich, zumal sich in den vergangenen Tagen wieder Anzeichen mehrten, die auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten hoffen lassen.
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An der Wall Street ging es am Donnerstag nach oben.
Der Dow Jones startete stärker und gewannt nach einem Ausflug an die Nulllinie weiter hinzu. Er verabschiedete sich 0,2 Prozent höher bei 53.568,55 Punkten.
Der technologielastige NASDAQ Composite eröffnete im Plus. Er legte auch weiterhin zu. Sein Schlussstand: 26.541,35 Zähler (+1,57 Prozent).
Nach dem starken Ausblick des KI-Taktgebers NVIDIA konzentrierte sich das Geschehen am Donnerstag in den USA vor allem auf die Halbleiterbranche.
"NVIDIA hat geliefert und schaltet noch einmal einen Gang hoch", schrieb Kapitalmarktexperte Jürgen Molnar von Robomarkets laut der Deutschen Presse-Agentur. "Aber die Musik spielt jetzt in Jackson Hole. Das Symposium der US-Notenbank ist oft eine Bühne für wichtige geldpolitische Signale."
Am Freitag hält Fed-Chef Kevin Warsh seine Rede. Die Ausgangssituation sei laut Molnar kaum spannender denkbar, da der PCE-Deflator als zentrales Inflationsmaß in den USA bereits einen Tag zuvor deutlich über dem Zwei-Prozent-Ziel der Fed gelegen habe. "Für eine Zinserhöhung im September stehen die Chancen weiterhin fast pari - die Entscheidung bleibt damit völlig offen."
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Die Börsen in Asien zeigten sich am Donnerstag uneinheitlich.
In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich 0,20 Prozent tiefer bei 66.131,98 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite dagegen 1,13 Prozent auf 3.956,57 Stellen.
In Hongkong zeigte sich der Hang Seng 0,34 Prozent schwächer bei 25.565,74 Einheiten.
In China stützte der abermals kräftigen Anstieg der chinesischen Industriegewinne. Zwar verlangsamte sich das Wachstum im Juli gegenüber dem Vormonat etwas, lag mit 11,2 Prozent im Vorjahresvergleich aber weiterhin hoch.
Die KI-Ikone NVIDIA, die als Maßstab für den Ausgabenboom im Bereich künstliche Intelligenz gilt, verbuchte im jüngsten Quartal einen Rekordumsatz und lag damit über den Erwartungen. Dennoch reagierten asiatische Chipaktien darauf nicht durchweg mit Kursgewinnen.
