US-Angriff im Iran trotz Waffenruhe: DAX letztlich schwächer -- Wall Street schließlich uneins -- Nordex erhält Megaauftrag -- Micron, Sivers, SoftBank, Infineon, SK hynix, Samsung im Fokus
Bevorstehender SpaceX-Börsengang beflügelt Weltraum-Aktien. Eli Lilly übernimmt drei Impfstoffentwickler. BP darf Raffinerie Gelsenkirchen verkaufen. Airbus-Engpässe verzögern Qantas-Pläne. Rüstungsaktien: Greenpeace-Studie zeigt enorme Verteidigungsressourcen Europas. Ölpreise klettern wieder. NEL, Ballard Power, ITM und Plug Power: Wer am meisten vom neuen Momentum profitiert.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Dienstag mit Verlusten.
Der DAX stieg etwas tiefer in den Dienstagshandel ein. Im Anschluss fiel er noch etwas weiter zurück, die Verluste blieben im Tagesverlauf jedoch moderat. Im Handel war von Gewinnmitnahmen die Rede. Schlussendlich ging es jedoch etwas weiter nach unten, sodass das deutsche Börsenbarometer 0,8 Prozent tiefer bei 25.184,89 Punkten aus dem Handel ging.
Auch der TecDAX gab anfangs etwas nach. Er weitete seine Abschläge anschließend ebenfalls aus und beendete die Sitzung 0,8 Prozent im Minus bei 4.064 Zählern.
Kurz vor dem Rekordhoch vom Januar agierten die Anleger im DAX am Dienstag vorsichtiger. Am Pfingstmontag hatte der DAX im Zuge einer Entspannungsrally, getragen von Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Iran-Konflikts, zeitweise bis auf 25.438 Punkte zugelegt. Damit rückte das bisherige Rekordhoch aus dem Januar bei 25.507 Punkten in unmittelbare Reichweite. Da von der wegen des Feiertags geschlossenen Wall Street jedoch keine zusätzlichen Impulse kamen, blieb der Ausbruch zunächst aus.
Die Börsen in Asien zeigten sich am Morgen uneinheitlich. Gleichzeitig zieht der Preis für Brent-Öl wieder leicht an. Hintergrund sind Angriffe des US-Militärs auf Raketenstellungen im Süden des Irans sowie auf Boote in der Straße von Hormus, die dort offenbar Minen verlegen sollten - trotz der geltenden Waffenruhe.
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An den europäischen Börsen ließen es Anleger am Dienstag vorsichtig angehen.
Der EURO STOXX 50 verlor anfänglich leicht und sackte anschließend noch deutlicher ab. Er verabschiedete sich 1,18 Prozent leichter bei 6.064,15 Punkten.
Die jüngsten US-Militärschläge gegen den Iran sorgten zwar für etwas Zurückhaltung, belasteten die Stimmung insgesamt aber nur begrenzt.
Größere Verunsicherung war an den Märkten bislang nicht zu erkennen. Viele Anleger setzten weiterhin darauf, dass es in den kommenden Tagen zu einer Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran kommen könnte - auch wenn voraussichtlich nicht alle Streitpunkte vollständig gelöst werden. Entscheidend ist aus Sicht der Investoren vor allem, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus schrittweise wieder anläuft. In den vergangenen Tagen konnten bereits mehrere Tanker die wichtige Meerenge passieren.
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Die Wall Street startete nach dem verlängerten Wochenende uneins in die kurze Woche.
Der Dow Jones Industrial notierte im frühen Handel höher, drehte aber im weiteren Verlauf ins Minus. Im Späthandel holte er einen Teil der Verluste noch auf, sodass er letztlich mit moderaten Abgaben von 0,23 Prozent bei 50.461,68 Zählern aus den Handel ging.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite hielt sich nach höherem Start auf grünem Terrain und setzte seine Rekordjagd weiter fort. Zwischenzeitlich stieg das Barometer auf 26.725,29 Punkte, verabschiedete sich aber bei 26.565,18 Einheiten (+1,19%) in den Feierabend.
Die Wall Street hat den Handel am Dienstag mit uneinheitlicher Tendenz beendet. Am Vortag waren die US-Aktien- und Anleihemärkte wegen des Feiertags Memorial Day geschlossen geblieben. Die Hoffnungen auf einen baldigen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran erhielten unterdessen einen Rückschlag. Hintergrund waren US-Angriffe auf iranische Raketenstellungen und Minen-Boote, die nach Angaben des Militärs defensiven Charakter hatten. Die Regierung hatte zuvor noch von Fortschritten bei einem möglichen Rahmenabkommen gesprochen, das eine längere Feuerpause und die Wiederöffnung der Straße von Hormus vorsehen sollte.
Nach dem deutlichen Rückgang der Ölpreise zu Wochenbeginn zogen die Notierungen nun wieder an; Brent-Öl verteuerte sich um 3,6 Prozent auf 99,55 Dollar und überschritt zeitweise die Marke von 100 Dollar. Marktbeobachter verwiesen darauf, dass selbst eine rasche Einigung nicht automatisch eine sofortige Normalisierung der Lieferungen bedeuten würde.
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Die Börsen Asiens bewegten sich am Dienstag nach unten.
In Tokio verbuchte der Nikkei 225 ein Minus von 0,25 Prozent auf 64.996,09 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite derweil 0,17 Prozent auf 4.145,37 Zähler.
In Hongkong ging es für den Hang Seng 0,03 Prozent auf 25.599,45 Indexpunkte abwärts.
Vor dem Hintergrund überwiegend negativer Nachrichten aus der Krisenregion Nahost präsentierten sich die Aktienmärkte in Asien am Dienstag tiefer. Die USA haben iranische Raketenabschussbasen sowie Minenverlegeboote angegriffen und den Schritt mit Selbstverteidigung begründet. Nach Angaben aus Washington werden weder die vereinbarte Waffenruhe mit dem Iran noch laufende Friedensgespräche dadurch infrage gestellt.
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