Heute im Fokus

Nach Warsh-Rede in Jackson Hole: DAX geht mit Rekord ins Wochenende -- Dow letztlich stabil - Techwerte leichter -- PayPal-Übernahmepläne platzen wohl -- Marvell, NVIDIA, Micron, Bitcoin im Fokus

aktualisiert 28.08.26 22:05 Uhr

FDA genehmigt saisonale Covid-19-Impfstoffe von BioNTech, Pfizer, Moderna & Novavax. VW: Versammlung im Werk Kassel: Betriebsrat pocht auf Zusagen. EssilorLuxottica startet Aktienrückkaufprogramm. Evonik: Ausbau der Produktion lipidbasierter Wirkstoffe in Vancouver. Take Two: Netflix-Auftritt zu GTA 6 lässt Leak-Sorgen abklingen. UBS stuft TRATON auf 'Neutral' herab - Kursziel dennoch erhöht.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich vor dem Wochenende in Rekordlaune.

Der DAX eröffnete die Sitzung bereits fester und verbuchte anschließend weiter Gewinne. Angetrieben von der mit Spannung erwarteten Warsh-Rede schraubte sich das Barometer am Nachmittag dann auf einen neuen Rekordstand bei 26.618,74 Zählern - zuvor lag dieses bei 26.753 Einheiten. Letztlich ging er dann mit einem Plus von 0,77 Prozent bei 26.569,99 Punkten in den Feierabend - ebenso einer neuer Rekord auf Schlusskursbasis.
Der TecDAX notierte moderat im Plus, nachdem er marginal höher gestartet war. Auch er ging 0,44 Prozent fester bei 4.122,57 Punkten ins Wochenende.

Auch wenn Kevin Warsh in seiner Jackson Hole-Rede keinerlei Signale für eine baldige Lockerung der Geldpolitik sendete, rückte an den Märkten ein anderer Aspekt seiner Ausführungen in den Vordergrund: sein positives Bild der US-Wirtschaftslage. Gerade weil Warsh die Stabilität der Konjunktur sowie den Investitionssog durch das KI-Thema betonte, sehen Investoren die Gewinnaussichten deutscher Exportkonzerne im US-Geschäft gestärkt. Diese Zuversicht auf Unternehmensebene wog letztlich schwerer als die Enttäuschung über ausbleibende Zinssenkungen - mit der Folge, dass der DAX ein neues Allzeithoch markierte.

Zudem erhielt der deutsche Aktienmarkt weiterhin Rückenwind von den starken Geschäftsberichten der großen US-Techkonzerne. Die Zahlen großer US-Konzerne wie NVIDIA oder Salesforce hatten den DAX am Vortag wieder ein Stück näher an seinen vorherigen Rekord von knapp 26.574 Punkten herangeführt. Die dadurch ausgelöste Rally setzte sich an der NASDAQ nach dem europäischen Handelsschluss noch etwas fort, wenngleich sie durch eine enttäuschte Reaktion auf den KI-Shootingstar Marvell Technology teilweise ausgebremst wurde.

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Die europäischen Aktienmärkte verbuchten am Freitag Gewinne.

Der EURO STOXX 50 drang im Laufe des Tages immer weiter in die Gewinnzone vor, nachdem er bereits stärker gestartet war. Hier stand letztlich ein Plus von 1,04 Prozent auf 6.491,50 Punkte an der Kurstafel.

Kevin Warsh ließ in seiner Jackson Hole-Rede zwar keinen Zweifel daran, dass die Fed vorerst an ihrem restriktiven Kurs festhält. Doch der Fed-Chef äußerte sich vor allem zuversichtlich hinsichtlich der Bewertung der US-Konjunkturlage. Dabei stellte Warsh die wirtschaftliche Robustheit und den Schub durch KI-Investitionen heraus, so dass sich dieser Optimismus zumindest für den Moment gegen die Enttäuschung über ausbleibende Zinssenkungen durchsetzte.

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Anleger an der Wall Street hielten sich am Freitag zurück.

Der Dow Jones zeigte sich zum Sitzungsstart knapp im Plus und kam auch im Verlauf nicht vom Fleck. Er verabschiedete sich mit minus 0,02 Prozent bei 53.559,34 Punkten in den Feierabend.
Der technologielastige NASDAQ Composite notierte zur Eröffnung derweil leicht im Minus und baute seine Verluste im Laufe des Tages etwas aus. Letztlich gab er 0,52 Prozent auf 26.402,42 Zähler nach.

Die mit Spannung erwartete Rede von Fed-Chef Kevin Warsh bremste die Kauflaune der US-Anleger etwas. In seiner Rede beim Notenbanksymposium in Jackson Hole würdigte Fed-Chef Kevin Warsh die zuletzt gewachsene Wirtschaftskraft der USA, machte aber zugleich klar, dass die Fed bei anhaltend hoher Inflation notfalls eingreifen müsse. An den Märkten wurde dies als Hinweis auf eine mögliche Zinserhöhung gewertet, was Anleihen gegenüber Aktien tendenziell attraktiver erscheinen lässt.

Elmar Völker von der Landesbank Baden-Württemberg sieht darin den Versuch Warshs, Zweifel an seiner Bereitschaft zu höheren Zinsen auszuräumen, wodurch die Spannung vor der Zinssitzung Mitte September weiter steige. Wie Völker laut dpa-AFX schrieb: "Die US-Inflationsdaten für August, die wenige Tage vor diesem Termin veröffentlicht werden, bilden mutmaßlich das Zünglein an der Waage." Dabei komme es vor allem auf die Kernrate an. "Schwächt diese sich nicht ab, dann ist eine Zinserhöhung ernsthaft im Spiel. Die Entscheidung könnte auf Messers Schneide stehen", so der Experte weiter.

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Die Börsen in Asien zeigten sich am Freitag uneinheitlich.

In Tokio gewann der Nikkei 225 0,41 Prozent auf 66.405,56 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland notierte der Shanghai Composite marginale 0,11 Prozent schwächer bei 3.952,18 Stellen.

In Hongkong zeigte sich der Hang Seng 0,07 Prozent stärker bei 25.584,79 Einheiten.

Nach der Begeisterung über die Quartalszahlen von NVIDIA rückte am Freitag die mit Spannung erwartete Rede des neuen US-Notenbankchefs Kevin Warsh in Jackson Hole in den Fokus der Anleger.

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