DAX höher -- Börsen in Fernost uneins - Nikkei tief im Minus -- NEL und Rheinmetall kooperieren -- Chipaktien weltweit unter Druck -- EVOTEC, NVIDIA, Vonovia, SpaceX, BYD, VW im Fokus
Stellantis: Auslieferungen sinken im dritten Quartal. BP kündigt Strategie-Update an. Crédit Agricole kauft deutsche IKB. Givaudan übertrifft Erwartungen - Symrise-Aktie profitiert. LVMH-Aktie unter Druck: China-Boykott belastet das Modegeschäft. IWF hebt Wachstumsprognose für Deutschland deutlich an. Flughafen Frankfurt verzeichnet mehr Passagiere und Fracht.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt präsentiert sich im Handel am Dienstag mit Gewinnen.
So notierte der DAX zu Beginn leichte 0,15 Prozent stärker bei 25.316,71 Punkten und bewegt sich auch weiterhin im Plus.
Der TecDAX startete unterdessen 0,28 Prozent fester bei 4.004,28 Punkten und bewegt sich anschließend seitwärts.
Der DAX zeigt sich am Dienstag trotz des anhaltenden Drucks auf den Technologiesektor weltweit mit leichten Gewinnen. Unterstützung kam dabei von etwas niedrigeren Ölpreisen. Am Montag war er noch an der 21-Tage-Linie gescheitert, die den kurzfristigen Trend abbildet. Diesmal gelingt dem DAX jedoch der Sprung über diese technische Marke. Auf der Unterseite bietet die 200-Tage-Linie bei etwas mehr als 24.860 Punkten Orientierung als längerfristige Unterstützung.
"Berichte über die Entwicklung leistungsfähiger KI-Chips durch das chinesische Unternehmen CXMT lösen aktuell massive Gewinnmitnahmen bei Halbleiteraktien in Südkorea und anderen asiatischen Märkten aus", erklärte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets. "Die technologische Konkurrenz aus dem Reich der Mitte nährt die Sorge, wie lange sich die hohen Bewertungen und Gewinnmargen der etablierten Chipkonzerne noch rechtfertigen lassen."
Auch die Dekabank verwies in ihrem Morgenkommentar auf die zunehmenden Belastungen für den Halbleitersektor: "Der Ausverkauf der Halbleiterwerte verschärft sich, nachdem der Broadcom-Chef vor zu hohen Erwartungen an KI und vor Finanzierungsproblemen beim Ausbau gewarnt hat."
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Europas Börsen tendieren am Dienstag etwas höher.
Der EURO STOXX 50 eröffnete den Handel 0,17 Prozent tiefer bei 6.190,92 Punkten und bewegt sich anschließend mit positiven Vorzeichen.
Die europäischen Aktienmärkte zeigen sich am Dienstag mit leichten Gewinnen, obwohl der Brent-Ölpreis weiterhin über der Marke von 105 US-Dollar liegt. Unterstützung kommt von der anhaltenden Entspannung an den Anleihemärkten. Die Rendite der viel beachteten zehnjährigen US-Staatsanleihe sank um fünf Basispunkte auf 5,19 Prozent. Auch in Europa gaben die Anleiherenditen nach. Der Renditeabstand zwischen zehnjährigen deutschen und französischen Staatsanleihen blieb mit rund 140 Basispunkten stabil. Am Markt wird darauf verwiesen, dass sich die Entwicklungen an den Anleihe- und Energiemärkten zuletzt zunehmend voneinander gelöst hätten. Damit wächst die Hoffnung, dass die jüngsten Renditehochs zumindest vorerst nicht erneut erreicht werden.
Zunehmend rückt auch die Berichtssaison für das dritte Quartal in den Mittelpunkt. Die Deutsche Bank hält positive Überraschungen bei den Unternehmensergebnissen für möglich – ähnlich wie bereits im zweiten Quartal. Ihrer Einschätzung nach ist die Nachfrage robust genug, um höhere Preise an die Kunden weiterzugeben und so die Umsätze zu steigern. Zudem machten Energiekosten gemessen am Umsatz einen geringeren Anteil aus, als es die öffentliche Diskussion nahelege.
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Die US-Börsen bewegten sich zum Wochenstart in unterschiedliche Richtungen.
Der Dow Jones ging mit einem Plus von 0,38 Prozent bei 51.850,31 Punkten aus dem Handel.
Der NASDAQ Composite verabschiedete sich mit einem Abschlag von 0,44 Prozent bei 27.245,90 Zählern aus dem Handel.
Nach der Kurserholung in der vergangenen Woche spielt sich an den US-Aktienmärkten ein uneinheitlicher Auftakt in eine nachrichtenreiche Woche ab. An den Anleihemärkten blieb der Handel am Montag anlässlich des Feiertags „Columbus Day“ hingegen geschlossen.
Am Rohstoffmarkt zeigten sich die Ölpreise nach anfänglichen leichten Verlusten im Tagesverlauf wieder fester, obwohl der Iran mitteilte, über Vermittler weiterhin im Austausch mit den USA zu stehen. Da die gestiegenen Energiepreise zuletzt den Inflationsdruck erhöhten, richten sich die Blicke der Marktteilnehmer gespannt auf die für Mitte der Woche erwarteten US-Teuerungsdaten, die maßgeblich für den künftigen Zinskurs der US-Notenbank sein dürften.
Zudem zieht die bevorstehende Berichtssaison Aufmerksamkeit auf sich, die am Dienstag mit den Bilanzen der ersten US-Großbanken anläuft. Laut Maximilian Wienke, Marktanalyst bei eToro, agieren die Investoren zunehmend vorsichtiger, weshalb Bankaktien seit Längerm bereits belastet sind. Da viele Risiken dadurch jedoch schon eingepreist sein könnten, entscheide der anstehende Zahlenreigen samt den Unternehmensausblicken darüber, ob sich die Korrektur fortsetzt oder eine Wende einleitet.
Parallel bleibt das Thema Künstliche Intelligenz (KI) ein zentraler Marktreiber. Die Analysten von Index Radar weisen in diesem Zusammenhang auf eine historische Marktkonzentration hin: Die zehn größten KI-Aktien stellen mittlerweile gut 40 Prozent des gesamten Börsenwerts dar und übertreffen damit den Höhepunkt des Tech-Sektors während der Dotcom-Blase. Dies verdeutlicht eine spürbare Entkopplung zwischen wenigen Schwergewichten und der Entwicklung des breiteren Marktes.
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Am Dienstag präsentierten sich die asiatischen Börsen mit verschiedenen Vorzeichen.
Der Nikkei 225 notierte nach der feiertagsbedingten Handelspause letztlich kräftige 1,82 Prozent im Minus bei 67.777,52 Punkten.
Auf dem chinesischen Festland gewann der Shanghai Composite dagegen 0,1 Prozent auf 3.800,87 Zähler.
In Hongkong gibt der Hang Seng derweil um marginale 0,04 Prozent auf 24.262,41 Einheiten ab.
Belastet wurde die Stimmung von anhaltenden geopolitischen Spannungen, den bevorstehenden US-Inflationsdaten und dem Start der US-Berichtssaison. Besonders unter Druck standen Technologiewerte, die den negativen Vorgaben der Wall Street folgen. Dort hatten vor allem Chip-Aktien nach Aussagen von Broadcom-Chef Hock Tan nachgegeben.
Tan zufolge investieren KI-Unternehmen massiv in Rechenzentren und Rechenkapazitäten, um sich auf eine weiter steigende Nachfrage einzustellen. Allerdings wachse die Skepsis, ob sich mit diesen Investitionen tatsächlich die Renditen erzielen lassen, die Unternehmen und Anleger erwarten. Ähnliche Bedenken äußerte Intel-Chef Lip-Bu Tan. Er verwies dabei insbesondere auf die Finanzierungskosten und die Herausforderung, langfristig ausreichende Erträge nachzuweisen.