Heute im Fokus

Iran-Waffenruhe endet: Dow letztlich leichter -- DAX schließt schwächer -- Morgan Stanley sieht enormes KI-Potenzial bei SpaceX -- SAP, Novo Nordisk, Strategy, Tesla, Lockheed Martin, Apple im Fokus

aktualisiert 18.08.26 22:06 Uhr

Hims & Hers-CEO Dudum widerspricht FTC-Klage. Lufthansa-Aktie im Minus: Analysten uneins nach gekappter Gewinnprognose. Xiaomi und Baidu melden Gewinneinbruch. Klarna mit schwacher Umsatzprognose. Madison Air Solutions übernimmt ebm-papst. Super Micro Computer & Co. im Visier - Hedgefonds erhöhen Short-Wetten auf KI-Werte. Cathie Wood schichtet weiter um. Börsengang der BASF-Agrarchemiesparte nimmt Gestalt an.

Marktentwicklung


Am deutschen Aktienmarkt ging es am Dienstag weiter abwärts.

Der DAX startete die Sitzung leichter und bewegte sich auch im Anschluss auf rotem Terrain. Letztlich schloss er mit einem Abschlag von 0,80 Prozent bei 26.128,36 Punkten.
Der TecDAX baute seine frühen Verluste aus und beendete den Handelstag schlussendlich 1,0 Prozent schwächer bei 4.052 Punkten.

Nach seinem Rekordhoch von 26.573 Punkten in der vergangenen Woche tat sich der DAX weiterhin schwer. Seit Mittwoch vergangener Woche konnte der DAX zwar keine neuen Höchststände mehr erreichen, größere Gewinnmitnahmen blieben bislang jedoch aus.

Schwache Übersee-Vorgaben, steigende Ölpreise und höhere Anleiherenditen dämpften am Dienstag die Stimmung der Anleger, während sich die erhoffte Lösung im Nahost-Krieg weiterhin nicht abzeichnet.

"Die Renditen 10- und 30-jähriger Bundesanleihen sind gestern auf neue 15-Jahres-Hochs geklettert", sagte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Ein ähnliches Bild ergäben die Renditen in Frankreich oder den USA. Er spricht in dieser Situation von einer größer werdenden Anlage-Konkurrenz für die Aktienmärkte. Steigende Marktzinsen verteuerten außerdem die Refinanzierung von Staaten und Unternehmen.

Wieder steigende Ölpreise tragen laut Altmann ihr Übriges zur derzeit gedämpften Stimmung bei, da sie die Inflationssorgen befeuerten. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg erneut deutlich über 90 US-Dollar je Barrel. Die Aussicht auf eine baldige Lösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran haben sich weiter eingetrübt. Die Mitte Juni in einem Rahmenabkommen vereinbarte Frist ist mittlerweile ohne diplomatische Fortschritte abgelaufen.

Unternehmensseitig war es weiterhin ruhig, nachdem die Berichtssaison so gut wie beendet ist. Die zuletzt im Rahmen einer Erholung gut gelaufenen KI- und Chipwerte litten nun unter Gewinnmitnahmen.

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An den europäischen Aktienmärkten dominierten am Dienstag die Bären.

Der EURO STOXX 50 vergrößerte seinen anfänglichen Verlust und ging 0,95 Prozent tiefer bei 6.468,17 Punkten in den Feierabend.

Für Unsicherheit sorgte die Aussage von US-Präsident Donald Trump, den ohnehin fragilen Waffenstillstand mit dem Iran nicht verlängern zu wollen. In der Folge zog der Ölpreis weiter an.

"Steigt das Öl, steigen die Inflationssorgen - und damit geraten auch die Renditen am Anleihemarkt stärker in den Fokus", stellte Kapitalmarktstratege Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets fest. "Die Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihe ist inzwischen auf rund 5,33 Prozent gestiegen - der höchste Stand seit fast 20 Jahren." Dies sei eine Höhe, die auch der Aktienmarkt nicht ignorieren könne.

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An den US-Börsen hielten sich die Anleger am Dienstag zurück.

So blieb der Dow Jones nach einem negativen Start in der Verlustzone und schloss 0,22 Prozent leichter bei 53.343,64 Punkten.
Der technologielastige NASDAQ Composite beendete die Sitzung 1,33 Prozent tiefer bei 26.289,71 Zählern, nachdem er bereits zum Start deutlich verloren hatte.

Belastend wirkten die Entwicklungen rund um den Nahost-Konflikt. US-Präsident Donald Trump hat erklärt, den ohnehin brüchigen Waffenstillstand mit dem Iran nicht verlängern zu wollen. Die im Juni getroffene Absichtserklärung zwischen den Ländern, die eine Frist von 60 Tagen für die Einigung auf ein Friedensabkommen beinhaltete, ist am Montag abgelaufen. In der Folge ziehen die Ölpreise an. "Das Auslaufen des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran bestärkt Sorgen über weitere Liefer-Unterbrechungen und die Schifffahrt durch die Straße von Hormus", so IG.

Der Iran fordert für die Öffnung der Straße von Hormus die Umsetzung des Mitte Juni unterzeichneten Rahmenabkommens mit den USA. Parlamentspräsident Mohammed Baghar Ghalibaf sagte vor einer Parlamentssitzung, die für den weltweiten Energiehandel wichtige Meerenge bleibe so lange geschlossen, wie sich die USA nicht an ihre Verpflichtungen aus der Vereinbarung hielten.

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Die Börsen in Asien schlugen am Dienstag verschiedene Richtungen ein.

In Tokio notierte der Nikkei 225 letztlich mit einem kräftigen Minus von 2,54 Prozent bei 67.460,73 Punkten.

Auf dem chinesischen Festland stieg der Shanghai Composite dagegen um leichte 0,19 Prozent auf 3.990,30 Zähler.

In Hongkong zog der Hang Seng schlussendlich um 0,07 Prozent auf 25.471,15 Einheiten an.

Der kräftige Anstieg der Ölpreise verstärkte die Sorgen vor einer anziehenden Inflation und ließ zugleich die Renditen an den Anleihemärkten steigen. Hintergrund waren Spekulationen, dass die Notenbanken angesichts des höheren Preisdrucks ihre Leitzinsen anheben könnten.

Der Anstieg der Ölpreise am Dienstag war Ausdruck neuer Unsicherheiten im Nahen Osten. Die Hoffnung auf eine Einigung zwischen den USA und dem Iran schwindet, während gleichzeitig die Sorge über mögliche Beeinträchtigungen der Ölversorgung durch die Straße von Hormus zunimmt.

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