Heute im Fokus

US-Börsen schließlich uneins -- DAX letztlich kaum verändert -- Kanada antwortet auf US-Zölle -- SpaceX: Musk konkretisiert mögliches Falcon-Aus -- Tesla, NVIDIA, Alibaba, Samsung, Bitcoin im Fokus

aktualisiert 24.08.26 22:21 Uhr

Uniper und Equinor besiegeln Erdgas-Vertrag aus Norwegen. Siemens Healthineers braucht laut Vorstandschef keine KI-Strategie. VW-Aktie: Blume verlangt Teamgeist. Apple legt Steuerbilanz für Deutschland und EU offen. Barclays kappt Kursziel für Vonovia. FDA prüft GSK-Darmkrebsmittel Jemperli vorrangig. Siemens Energy: Aufsichtsrat berät zeitnah über Spartenabspaltung.

Marktentwicklung


Der deutsche Leitindex zeigte sich zum Wochenstart robust.

Der DAX eröffnete die Sitzung zwar tiefer, rückte im Verlauf aber zeitweise an die Nulllinie heran. Am Nachmittag steckte der Leitindex einen weiteren Rücksetzer ein, beendete den Handel aber dennoch nur 0,11 Prozent schwächer bei 26.106,60 Punkten.
Der TecDAX geriet derweil spürbar unter die Räder, nachdem er ebenso schwächer in den Tag gestartet war. Letztlich stand hier ein Minus von 0,91 Prozent auf 4.053,32 Zähler an der Kurstafel.

Damit behauptete sich der deutsche Leitindex oberhalb der 26.000-Punkte-Marke und verteidigte die charttechnisch wichtige 21-Tage-Linie, die zwischenzeitlich getestet wurde. Bis zur Rückkehr an das Rekordhoch von knapp 26.574 Punkten dürfte es angesichts richtungsweisender Termine in dieser Woche jedoch kein leichter Weg werden.

Nach Einschätzung von eToro-Analyst Josh Gilbert dürften sich Investoren vor der Zahlenvorlage von NVIDIA und ersten Signalen des neuen Fed-Vorsitzenden zu dessen Prioritäten zurückhalten. Die geopolitischen Spannungen rund um den Iran sowie die jüngste US-Zollrunde gegen Kanada wurden von den Anlegern in Frankfurt bislang eher gelassen aufgenommen.

Am Mittwoch nach US-Börsenschluss legt Chipriese NVIDIA seine Quartalszahlen vor, später in der Woche folgt der mit Spannung erwartete Auftritt von Fed-Chef Kevin Warsh in Jackson Hole. Im Zentrum dürften dabei mögliche Signale zur künftigen Geldpolitik stehen, die maßgeblich die weitere Entwicklung der Marktzinsen beeinflussen. Zusätzliches Gewicht erhält der Termin durch die am Mittwoch anstehenden US-Inflationsdaten, die für die Notenbank von großer Bedeutung sind.

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Anleger an den europäischen Aktienmärkten hielten sich am Montag zurück.

Der EURO STOXX 50 bewegte sich nach schwächerem Start knapp in der Verlustzone, aus der er auch bis zum Handelsschluss nicht herauskam. Letztlich verlor er 0,14 Prozent auf 6.453,32 Punkte.

In dieser ereignisreichen Woche dürften vor allem die Politik und der Anleihemarkt im Vordergrund stehen. Der Kurs der USA erscheint dabei zunehmend unübersichtlich: Der Iran soll mit noch schärferen Sanktionen belegt, zugleich der frühere Partner Kanada mit neuen Strafzöllen konfrontiert werden. Ottawa wehrte sich und hat Gegenzölle angekündigt. Seit die USA vor einer Woche damit gedroht hatten, auch den Oman zu bombardieren, reagieren die Marktteilnehmer allerdings verhaltener auf Ankündigungen der Trump-Regierung. Am US-Anleihemarkt hielt die Entspannung nur kurz an, nachdem das US-Finanzministerium verstärkte Rückkäufe langlaufender Anleihen angekündigt hatte. Mit Spannung wird zudem der Auftritt von Fed-Chef Kevin Warsh beim Notenbankertreffen in Jackson Hole erwartet. Am Mittwoch stehen außerdem die Quartalszahlen von NVIDIA, die zuletzt trotz überzeugender Ergebnisse keine Begeisterung im KI-Sektor mehr auslösen konnten.

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Die US-Börsen waren sich zum Wochenstart nicht ganz einig.

So ging der Dow Jones mit einem minimalen Abschlag in den Handel und drehte in der Folge in die Gewinnzone. Dort hielt er sich bis zum Handelsschluss, sodass er mit einem Plus von 0,26 Prozent bei 53.416,99 Punkten in den Feierabend ging.
Der technologielastige NASDAQ Composite startete ebenso tiefer, doch konnte sich im Verlauf nicht aufrappeln. Hier ging es stattdessen weiter abwärts. Letztlich stand ein Abschlag von 0,76 Prozent auf 25.980,19 Zähler an der Kurstafel.

Nach der Kurserholung am Freitag entwickelten sich die US-Aktienmärkte zu Wochenbeginn uneinheitlich. Negative Vorgaben aus Asien, die am Mittwoch nachbörslich anstehenden Quartalszahlen von NVIDIA sowie Spekulationen über Preiserhöhungen infolge steigender Kosten bei dem KI-Chip-Marktführer sorgten für Verunsicherung im globalen Halbleitersektor. Zusätzlich belastete die Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran das Sentiment.

Im Blick stand zudem die Pressekonferenz der US-Regierung über Wirtschaftssanktionen gegen den Iran, die die Anleger an den US-Börsen aber kaum bewegte. Finanzminister Scott Bessent sprach laut dpa-AFX vom Start eines "wirtschaftlichen Großangriffs auf die weltweiten Finanzverbindungen des Iran", bis das Regime dort "völlig isoliert" sei. Dafür kontaktiere Trump weltweit Staats- und Regierungschefs und fordere diese auf, die Zusammenarbeit mit dem Iran einzustellen.

Am Donnerstag richtet sich der Blick der Anleger zudem auf das Notenbanktreffen in Jackson Hole, bei dem Fed-Chef Kevin Warsh eine Rede halten wird. Angesichts hoher Ölpreise und gestiegener Anleiherenditen erhoffen sich Marktteilnehmer Hinweise auf den künftigen Zinspfad der US-Notenbank. Wie dpa-AFX berichtet, dürfte laut eToro-Analyst Josh Gilbert entscheidend sein, ob Warsh sich stärker um die Inflation oder um die Entwicklung am Anleihemarkt sorgt.

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Die Börsen in Asien verbuchten zum Wochenstart Verluste.

In Tokio gab der Nikkei 225 letztlich 0,74 Prozent auf 65.528,09 Punkte nach.

Auf dem chinesischen Festland zeigte sich der Shanghai Composite derweil 0,59 Prozent schwächer bei 3.882,01 Stellen.

In Hongkong verbuchte der Hang Seng ein deutliches Minus von 1,89 Prozent auf 25.517,33 Punkte.

Zum Wochenauftakt überwoen an den Börsen in Ostasien die roten Vorzeichen. Vor allem Technologiewerte wurden abgestoßen, ausgelöst durch neue Zweifel daran, ob sich die enormen KI-Investitionen tatsächlich auszahlen. Anlass war eine umfangreiche Kapitalerhöhung von Alibaba. Die freundlichen Impulse der US-Börsen vom späten Freitag verpufften, nachdem sich der Handelskonflikt zwischen den USA und Kanada über das Wochenende zugespitzt hat - eine Einigung platzte in letzter Minute.

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