Trump verunsichert mit Iran-Aussagen: DAX schließt im Minus -- Wall Street letztlich uneins -- OpenAI beantragt Börsengang -- Intel, BYD, Baidu, Corning, Inno Holdings, QUALCOMM, Nuvalent im Fokus
Applied Digital: Milliarden-Mietvertrag gesichert und Milliarden-Anleihe geplant. K+S hat Wandelanleihen für hunderte Millionen Euro begeben. Apple: Siri bekommt KI und eigene App - aber nicht in der EU. Aktien von Rheinmetall, HENSOLDT & RENK im Blick - Morgan Stanley stuft Sektor ab. Evonik: RAG-Stiftung begibt weitere Umtauschanleihe. JPMorgan behält Neutral-Rating für Novo Nordisk bei.
Marktentwicklung
Anleger am deutschen Aktienmarkt wagten sich am Dienstag nicht aus der Deckung.
Der DAX startete knapp im Minus und blieb zunächst in der Nähe der Nulllinie. Im Verlauf konnte er ins Plus vordringen, bevor er seine Gewinne wieder vollständig abgab und letztlich 0,74 Prozent auf 24.433,06 Punkte verlor.
Der TecDAX notierte anfänglich etwas höher. Im Verlauf wechselt er zwischen Gewinn- und Verlustzone - zuletzt zeigte er sich aber mit klar negativer Tendenz. Er verabschiedete sich 1,52 Prozent tiefer bei 4.005,67 Zählern in den Feierabend.
Im Konflikt zwischen Iran und Israel hatte sich die Lage zuletzt etwas beruhigt, nachdem beide Länder ihre jüngsten militärischen Aktionen vorerst eingestellt haben. Gleichzeitig machten sowohl Teheran als auch Jerusalem deutlich, dass sie bei einem Bruch ihrer jeweiligen Bedingungen mit einer verschärften Reaktion antworten würden. US-Präsident Donald Trump bekräftigte zuletzt, dass die Bemühungen um eine politische Lösung des Konflikts fortgesetzt werden.
Marktbeobachter Timo Emden sieht die Anleger derzeit mit einer Vielzahl konkurrierender Einflussfaktoren konfrontiert. Neben geopolitischen Unsicherheiten und offenen Fragen zur Geldpolitik sorge die anhaltende KI-Euphorie für zusätzliche Dynamik. Dadurch fehle den Märkten derzeit eine klare Orientierung.
Aus Deutschland kamen unterdessen leicht positive Konjunktursignale: Die Industrieproduktion erhöhte sich im April gegenüber dem Vormonat wie erwartet um 0,4 Prozent. Unterstützt wurde die Entwicklung insbesondere durch eine verbesserte Lage im Baugewerbe.
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Die europäischen Börsen verbuchten am zweiten Handelstag der Woche Verluste.
Der EURO STOXX 50 eröffnete knapp auf rotem Terrain und drehte anschließend ins Plus. Bis zum Handelsende gab er seine Gewinne jedoch wieder ab und notierte letztlich 0,21 Prozent im Minus bei 6.049,74 Punkten.
Für Unterstützung sorgte die Entspannung im Nahen Osten. Nachdem sich Israel und der Iran nach wechselseitigen Raketenangriffen erneut auf eine Waffenruhe verständigt hatten, waren keine neuen Kampfhandlungen bekannt geworden. Vor diesem Hintergrund gab auch der Ölpreis leicht nach, was die Stimmung an den Märkten zusätzlich stützte. Dennoch drehte die zunächst positive Stimmung im Laufe des Tages.
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Die US-Börsen präsentierten sich am Dienstag uneins.
Der Dow Jones Industrial eröffnete die Sitzung wenig bewegt. Im Verlauf fiel er jedoch auf rotes Terrain zurück, wo er sich größtenteils aufhielt. Im Späthandel ging es jedoch leicht aufwärts. Er schloss 0,17 Prozent höher bei 50.870,94 Punkten.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite legte zum Start noch zu, drehte im Verlauf allerdings ins Minus. Letztlich verabschiedete er sich 0,97 Prozent tiefer bei 25.678,82 Zählern.
Die US-Aktienmärkte gerieten am Dienstag im Handelsverlauf teilweise deutlich unter Druck. Belastet wurden sie vor allem durch erneute Kursverluste bei zuvor stark gelaufenen Halbleiterwerten. Zudem sorgten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zum Iran-Konflikt für Verunsicherung unter den Anlegern. Im weiteren Verlauf konnten die Indizes ihre zwischenzeitlichen Tiefstände jedoch teilweise wieder wettmachen.
Im Fokus der Anleger stehen zudem mehrere große Kapitalmarkttransaktionen. Der bevorstehende Börsengang von SpaceX sowie die Kapitalmaßnahmen bei großen Technologiekonzernen könnten die hohe Nachfrage nach KI-Aktien auf die Probe stellen. Marktbeobachter verweisen auf die Gefahr, dass das zusätzliche Aktienangebot die Aufnahmekapazität der Investoren belastet und die Volatilität erhöht.
Auch Unternehmen aus dem KI-Sektor drängen verstärkt an den Kapitalmarkt. Nach Anthropic hat inzwischen auch OpenAI eine Aktienplatzierung beantragt. Angesichts der milliardenschweren Investitionen in KI-Infrastruktur wächst jedoch die Diskussion, ob sich diese Ausgaben langfristig ausreichend auszahlen werden. Die anstehenden Börsengänge gelten daher als wichtiger Test für das Vertrauen der Anleger in den KI-Boom.
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Die asiatischen Aktienmärkte konnten sich am Dienstag größtenteils erholen.
In Tokio verbuchte der Nikkei 225 ein Plus von 2,17 Prozent auf 65.416,63 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland ging es ebenfalls aufwärts: Der Shanghai Composite stieg 1,28 Prozent auf 4.010,03 Indexpunkte.
In Hongkong gab daneben der Hang Seng um 0,37 Prozent auf 24.565,90 Zähler ab.
Der südkoreanische KOSPI kletterte derweil um 8,18 Prozent auf 8.096,93 Einheiten.
Nach dem stärksten Kursrückgang seit März am Vortag zeigten sich die asiatischen Aktienmärkte am Dienstag wieder erholt. Besonders gefragt waren dabei jene Halbleiter- und KI-Werte, die zu Wochenbeginn teils deutliche Verluste verzeichnet hatten und nun die Aufwärtsbewegung anführten. Unterstützung erhielt die Stimmung zudem von einer leichten Entspannung im Nahen Osten. Die militärischen Spannungen zwischen Israel und dem Iran scheinen vorerst nicht weiter zu eskalieren. Nach Einschätzung von NAB-Analyst Rodrigo Catril hat sich die Marktstimmung stabilisiert, nachdem beide Seiten ihre Bereitschaft signalisiert hätten, die Kämpfe zunächst auszusetzen. Dadurch seien die Märkte in einen teilweisen Erholungsmodus übergegangen.
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