Trump sagt Iran-Angriffe ab: US-Börsen schließen stark -- DAX letztlich stabil -- EZB erhöht Leitzins erstmals seit 2023 -- Ölpreise fallen -- Oracle, OHB, Rheinmetall, Telekom, Infineon im Fokus
HUGO BOSS: Großaktionär plant Milliardenübernahme des Modekonzerns. Siemens Energy-Aktie führt den DAX an: Wende nach zwei Verlusttagen. Broadcom-Schock verdaut? Aktien von AMD, Intel, Micron & Co. wieder auf der Gewinnerstraße. Trump verschärft Ton gegenüber Iran: Drohung um Kontrolle der Ölvorkommen sorgt für Aufsehen. Tesla: Warum dieser Analyst glaubt, Tesla habe das "Self-Driving-Puzzle" gelöst.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Donnerstag unentschlossen.
Der DAX startete knapp im Plus und blieb zunächst er in der Nähe der Nulllinie. Im Verlauf schwankte er zwischen Gewinnen und Verlusten, bevor er letztlich marginale 0,06 Prozent höher bei 24.209,71 Punkten in den Feierabend ging.
Der TecDAX eröffnete die Sitzung etwas leichter und fiel im Verlauf weiter zurück. Letztlich verlor er 1,30 Prozent auf 3.927,75 Zähler.
Die Gemengelage an den Finanzmärkten bremste die Anleger am Donnerstag bei der Übernahme neuer Aktienrisiken. Belastend wirkten die erneut verschärften Spannungen im Nahen Osten, anhaltende Zweifel an den hohen Bewertungen vieler KI-Unternehmen sowie steigende Zinsen. Die Europäische Zentralbank hat am heutigen Donnerstag wie von Experten mehrheitlich erwartet eine Zinserhöhung beschlossen und den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent angehoben.
Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran bleibt derweil ein Risikofaktor. Trotz der seit zwei Monaten geltenden Waffenruhe haben sich beide Seiten in der zweiten Nacht in Folge gegenseitig angegriffen. Am Nachmittag gab es dann neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran. "Die USA werden den Iran heute Nacht 'sehr hart' treffen", schrieb Trump laut dpa-AFX auf seiner Online-Plattform Truth Social. "In nicht allzu ferner Zukunft werden wir die Insel Kharg und andere wichtige Öl-Infrastrukturstandorte einnehmen und die vollständige Kontrolle über ihre Öl- und Gasmärkte übernehmen", ergänzte er.
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An den europäischen Börsen ging es am Donnerstag nach oben.
Der EURO STOXX 50 eröffnete knapp im Plus, legte im Verlauf jedoch etwas kräftiger zu. Zum Handelsende notierte er 0,78 Prozent höher bei 6.056,96 Einheiten.
Trotz der jüngsten US-Angriffe auf iranische Ziele und neuen Drohungen von US-Präsident Donald Trump zeigten sich die europäischen Finanzmärkte bemerkenswert robust.
Nach Einschätzung von Händlern setzen viele Investoren weiterhin auf eine zeitnahe Entspannung des Konflikts. Dennoch gab es in der Nacht wieder gegenseitige Angriffe und am Nachmittag neue Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran.
Im Mittelpunkt des Interesses stand auch die geldpolitische Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB hat den Leitzins, wie von Experten mehrheitlich erwartet, um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent angehoben.
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Die US-Börsen zeigten sich am Donnerstag kräftig im Plus.
Der Dow Jones Industrial eröffnete die Sitzung minimal höher und baute seine Gewinne anschließend deutlich aus. Sein Schlussstand: 50.831,35 Punkte (+1,83 Prozent).
Der Techwerteindex NASDAQ Composite startete moderat fester und notierte im weiteren Verlauf merklich höher. Er ging mit einem Aufschlag von 2,54 Prozent bei 25.809,66 Punkten in den Feierabend.
Die US-Börsen bauten ihre Gewinne im Handelsverlauf aus. US-Präsident Donald Trump hat die für den heutigen Abend geplanten Militärschläge gegen den Iran überraschend abgesagt. Als Begründung verwies der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social auf laufende Verhandlungen, die inzwischen die höchste Führungsebene in Teheran erreicht hätten. Die schon davor gute Marktentwicklung begründete Julian Emanuel von Evercore ISI mit der Angst vieler Anleger am Vorabend des Börsengangs von SpaceX, künftige Kursgewinne zu verpassen.
An den Börsen setzte sich zugleich die zuletzt beobachtete Entwicklung im Technologiesektor fort: Halbleiterwerte zeigten relative Stärke, während Softwaretitel unter Druck gerieten. Besonders deutlich traf es Oracle, nachdem der Konzern mit seinen Quartalszahlen auf einen weiterhin hohen Kapitalbedarf hingewiesen hatte. Analysten von Vital Knowledge verwiesen darauf, dass erhebliche Investitionen nötig seien, um die Kapazitäten für den stark wachsenden Auftragsbestand auszubauen.
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Die asiatischen Aktienmärkte bewegten sich am Donnerstag überwiegend im Minus.
In Tokio verbuchte der Nikkei 225 ein Plus von 0,06 Prozent auf 64.217,27 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland ging es für den Shanghai Composite um 0,16 Prozent auf 3.987,02 Punkte abwärts.
In Hongkong gab daneben der Hang Seng 0,65 Prozent auf 24.249,29 Punkte ab.
Marktbeobachter verwiesen als Belastungsfaktoren auf die fortgesetzte Schwäche von Technologiewerten sowie die zunehmenden geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Nach Angaben aus Washington wurden mehrere militärische Einrichtungen im Iran angegriffen. Teheran reagierte darauf mit Gegenangriffen auf US-Stützpunkte und verbündete Einrichtungen im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump hatte die Militärschläge zuvor als Teil einer Strategie angekündigt, den Druck auf die iranische Führung zu erhöhen.
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