Heute im Fokus

Fed-Protokoll im Blick: DAX schließt kaum verändert -- US-Börsen etwas fester -- Halbleiter-Ausverkauf in Europa -- D-Wave Quantum, Marvell, Moderna, SpaceX, NVIDIA, Tesla, Bayer, RENK im Fokus

aktualisiert 19.08.26 22:16 Uhr

Heidelberger Druckmaschinen bleibt trotz schwachem Quartal bei Jahreszielen. Barclays kappt Kursziel für TUI-Aktie. BVB sichert sich luxemburgisches Mittelfeld-Talent mit Profivertrag. Nebius erhält Genehmigung für Rechenzentrum in Vineland. Cathie Wood treibt Rotation weiter voran: Warum ARK AMD-Aktien abstößt und bei Cerebras und Cloudflare zugreift.

Marktentwicklung


Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich trotz tiefroter Vorgaben am Mittwoch robust.

Der DAX startete zur Wochenmitte knapp im Plus und schwankte im Verlauf zwischen Gewinn- und Verlustzone. Letztlich gab er 0,14 Prozent auf 26.091,33 Punkte nach.
Der TecDAX zeigte sich volatil. Im Laufe des Nachmittags gelang ihm jedoch der Sprung zurück in die Gewinnzone und er beendete den Handel 0,18 Prozent höher bei 4.059,16 Zählern.

Steigende Anleihezinsen und die problematische Lage in Nahost hielten den Risikoappetit der Anleger gering, erklärte Marktexperte Stephen Innes. Gerade Technologiewerte sind sehr zinssensitiv, unter anderem aufgrund hoher, meist fremdfinanzierter Investitionen. Ein Vorteil für die Branche könne allerdings sein, dass sich die besonders ängstlichen Anleger bereits im Kursrutsch im Juli verabschiedet haben dürften. Nun gerate beim DAX allerdings "die psychologisch essenzielle Unterstützung bei 26.000 Punkten unweigerlich wieder in den Fokus", schrieb Analyst Frank Sohlleder von Avtivtrades.

Am Abend steht dann das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung auf der Agenda.

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Die europäischen Aktienmärkten präsentierten sich am Mittwoch etwas schwächer.

Der EURO STOXX 50 zeigte sich zum Handelsstart noch etwas fester. Im Verlauf fiel er jedoch in die Verlustzone zurück und verabschiedete sich 0,37 Prozent schwächer bei 6.444,46 Zählern in den Feierabend.

Schwache Vorgaben aus Asien und den USA beeindruckten Anleger in Europa kaum. Ein globaler Ausverkauf am Anleihemarkt hob die langlaufenden Renditen auf den höchsten Stand seit Jahren. Chip-Aktien gerieten in der Folge stark unter Druck, und das Auslaufen der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran schürte erneut Befürchtungen einer weiteren Eskalation im Nahen Osten. Die Anleihekurse zeigten sich nach dem Abverkauf vom Vortag zunächst stabil, der Ölpreis legte etwas zu. Datenhighlight des Tages dürfte das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung sein, das aber erst nach Handelsschluss in Europa veröffentlicht wird.

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Die US-Börsen zeigten sich zur Wochenmitte mit leichten Gewinnen.

Der Dow Jones ging mit einem Plus von 0,22 Prozent bei 53.463,29 Punkten in den Feierabend.
Der NASDAQ Composite schloss unterdessen ebenfalls etwas höher und legte 0,16 Prozent auf 26.331,09 Zähler zu.

Zur Wochenmitte sorgten Meldungen aus dem Biotech-Sektor an den US-Börsen für Bewegung und deutliche Kurssprünge. Auslöser war eine erfolgreich verlaufene Gemeinschaftsstudie von Moderna und Merck & Co zu einem Impfstoff gegen Hautkrebs.

Für etwas Rückenwind am Markt sorgte eine Mitteilung des Finanzministeriums, das seine Rückkäufe von US-Staatsanleihen aufstocken will - damit soll dem Renditeanstieg am langen Ende der Zinskurve Einhalt geboten werden. In der Folge fiel die Rendite 30-jähriger US-Staatsanleihen merklich. Noch am Tag zuvor hatte deren Zuwachs den Aktienanlegern Kopfzerbrechen bereitet.

Daneben blieb der Halbleitersektor im Fokus der Anleger, während weiter Unsicherheit bezüglich des Nahost-Konflikts herrscht. Am Abend stand außerdem das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung auf der Agenda, das eine überraschende Spaltung der Fed-Mitglieder offenbarte.

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An den Börsen in Asien ging es am Mittwoch mehrheitlich abwärts.

In Tokio verlor der Nikkei 225 zur Wochenmitte letztlich 3,16 Prozent auf 65.326,42 Punkte.

Auf dem chinesischen Festland rutschte unterdessen der Shanghai Composite 2,40 Prozent auf 3.894,42 Zähler ins Minus.

In Hongkong zeigte sich der Hang Seng mit einem kleinen Plus von 0,09 Prozent bei 25.495,07 Punkten robust.

Kräftig abwärts ging es in Südkorea, wo der KOSPI um 5,80 Prozent auf 6.471,17 Punkte einbrach.

Ein erneuter Kurssturz im Halbleitersektor hat am Mittwoch die asiatischen Aktienmärkte tief ins Minus gedrückt. Neben dem Druck auf Tech-Werte sorgten anhaltend hohe Anleiherenditen und geopolitische Spannungen im Nahen Osten für deutliche Zurückhaltung bei den Anlegern. Auslöser der Talfahrt war ein Einbruch des Philadelphia Semiconductor Index um über fünf Prozent in der US-Sitzung, bei dem US-Chip-Schwergewichte deutlich unter Druck gerieten.

Der Druck beschränkt sich jedoch längst nicht mehr nur auf die Chipbranche. Die Rendite dreißigjähriger US-Staatsanleihen verharrte nach dem jüngsten weltweiten Anleihen-Ausverkauf nahe ihres Multi-Dekaden-Hochs von über fünf Komma drei Prozent, während die zehnjährige Rendite im asiatischen Handel bei etwa vier Komma sieben Prozent lag. Steigende Kapitalkosten erhöhen den Abzinsungsfaktor für zukünftige Gewinne, was hoch bewertete Wachstumswerte unattraktiver macht. Gleichzeitig verharrte Brent-Öl aufgrund fehlender Fortschritte im Iran-Konflikt über der Marke von neunzig US-Dollar pro Barrel. Anleger blickten daher gespannt auf das anstehende Protokoll der letzten US-Notenbanksitzung sowie eine große Anleiheauktion über sechzehn Milliarden US-Dollar.

Besonders hart traf es die Börse in Südkorea. Grund dafür waren schwere Verluste bei den Chip-Riesen SK hynix und Samsung Electronics, was aufgrund der extremen Volatilität kurzzeitig sogar zu einem Handelsstopp führte.

Die jüngste Wende am Markt spiegelt umfassende Gewinnmitnahmen wider. Zwar bleibt das fundamentale Potenzial rund um Künstliche Intelligenz intakt, die Zahlungsbereitschaft für hohe Bewertungsaufschläge sinkt jedoch spürbar. Eine aktuelle Umfrage der Bank of America verdeutlicht diesen Wandel: Demnach sichert die Mehrheit der Fondsmanager mittlerweile Risiken im Tech-Sektor ab und schichtet verstärkt in Substanzwerte sowie defensive Branchen um. Zudem verlangen immer mehr Investoren klare Nachweise für eine erfolgreiche Monetarisierung von KI-Anwendungen, bevor sie neues Kapital bereitstellen.

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