US-Börsen erzielen neue Rekorde -- USA und Iran wohl vor Einigung: DAX geht stabil ins Wochenende -- Dell von KI-Boom beflügelt -- Siemens Energy, Eli Lilly, IBM, Eventim, DHL im Fokus
Anthropic mit Rekordbewertung - OpenAI überholt. Siltronic im Sog des Konkurrenten SUMCO. Infineon und NVIDIA arbeiten an KI-Zentren. Deutsche Telekom: Tarifdurchbruch mit Verdi. Rakete von Amazon-Gründer Bezos' Blue Origin explodiert vor Start. Inflation in Deutschland weiterhin hoch. DroneShield-Haupfversammlung im Blick. Lockheed Martin sichert sich neue Militärverträge.
Marktentwicklung
Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Freitag von seiner unsicheren Seite.
Der DAX stieg mit einem leichten Aufschlag in die Sitzung ein. Anschließend hielt er sich überwiegend im Plus, bevor er am frühen Nachmittag an die Nulllinie zurückfiel. Im weiteren Tagesverlauf zeigte er sich wechselhaft. Schlussendlich ging er 0,05 Prozent fester bei 25.104,7 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX eröffnete ebenfalls etwas fester. Auch im Anschluss ging es nach oben, bis auf schlussendlich 0,8 Prozent im Plus bei 4.160 Zählern.
Geopolitische Entspannungssignale im Iran-Konflikt sowie positive Vorgaben von der Wall Street und den asiatischen Märkten haben am Freitag insbesondere den deutschen Nebenwerten Auftrieb gegeben. Der Leitindex DAX zeigte sich dagegen ab dem frühen Nachmittag instabil.
Nach amerikanischen Angaben zeichnet sich eine Annäherung zwischen den USA und dem Iran bezüglich einer verlängerten Waffenruhe und fortführender Verhandlungen ab, auch wenn der Konflikt damit noch nicht endgültig beigelegt ist. Laut US-Vizepräsident JD Vance wurden bei einer geplanten Absichtserklärung zwar erhebliche Fortschritte erzielt, an einzelnen Details werde jedoch noch gefeilt; zudem steht die finale Genehmigung durch Präsident Donald Trump weiterhin aus. Aus Teheran kamen derweil zurückhaltende Töne, wonach eine vorläufige Einigung bislang weder schriftlich fixiert noch offiziell bestätigt sei. Am Energiemarkt spiegelte sich die vorsichtige Zuversicht bereits am Morgen in weiter nachgebenden Ölpreisen wider.
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Die europäischen Börsen präsentierten sich am Freitag zurückhaltend.
Der EURO STOXX 50 startete etwas höher und gab anschließend etwas nach. Er ging 0,08 Prozent leichter bei 6.050,54 Punkten in die Wochenendspause.
Europas Börsen haben am Freitag Kursgewinne verzeichnet. Für Rückenwind sorgte vor allem die Hoffnung auf eine baldige Einigung zwischen den USA und dem Iran. Zudem verbesserten starke Unternehmenszahlen aus den USA die Stimmung an den Märkten.
Besonders positiv wurden die nachbörslich veröffentlichten Geschäftszahlen von Dell Technologies aufgenommen. Das Unternehmen verwies auf ein starkes Wachstum bei KI-Servern für Rechenzentren und profitierte zusätzlich von bekannt gewordenen Details zu einem neuen Auftrag des US-Militärs im Volumen von 9,7 Milliarden US-Dollar.
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Anleger waren am Freitag weiter in Kauflaune und trieben sämtliche wichtigen US-Indizes auf neue Rekordhochs.
Der Dow Jones Industrial zeigte sich freundlich und legte um 0,72 Prozent auf 51.032,46 Punkte zu.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite erzielte das siebte Tagesplus in Folge und verbesserte sich zum Handelsende um 0,2 Prozent auf 26.972,62 Zähler.
Bei einer Einigung zwischen den USA und dem Iran dürfte die Blockade der Straße von Hormus als Belastungsthema für die Börsen wegfallen. Mit dann womöglich sinkenden Ölpreisen könnte das Narrativ vom nur temporären Inflationsschock wieder greifen und die Aktienkurse stützen. Passend zu den Hoffnungen am Markt fielen die Ölpreise zum Wochenschluss. Der Iran werde die Kontrolle über die Straße von Hormus wahrscheinlich nicht aufgeben, da die Wasserstraße bei allen künftigen Atomverhandlungen mit Washington eine wichtige strategische Trumpfkarte bleibe, meinte SEB-Analyst Bjarne Schieldrop.
Die Renditen von US-Staatsanleihen gaben leicht nach. Sollten sich die Kriegsparteien auf ein Abkommen verständigen, dürften die Inflationssorgen über dann wohl nachgebende Ölpreise zurückgehen. Allerdings sei die Unsicherheit groß, weswegen die Renditen nur leicht gesunken seien, hieß es im Handel.
Gestützt wurde die Stimmung auch von einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Einkaufsmanager-Index Chicago. Dieser stieg im Mai auf 62,7 Punkte, nach 49,2 Punkten im April. Es ist damit der höchste Stand seit Januar 2022. Die Neuaufträge sprangen ebenfalls auf das höchste Niveau seit Januar 2022.
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Die asiatischen Aktienmärkte zeigten sich vor dem Wochenende mehrheitlich mit teils deutlichen Aufschlägen.
In Tokio verbuchte der Nikkei 225 ein Plus von 2,53 Prozent auf 66.329,50 Punkte.
Auf dem chinesischen Festland fiel der Shanghai Composite derweil 0,73 Prozent auf 4.068,57 Zähler.
In Hongkong ging es für den Hang Seng 0,7 Prozent auf 25.182,39 Indexpunkte nach oben.
Im Fahrwasser der starken Vorgaben von der S&P 500 und der Wall Street haben die Börsen in Asien am Freitag deutlich zugelegt. Für Optimismus sorgten erneut Berichte, wonach die USA und der Iran kurz vor einer Vereinbarung stehen könnten, die die Waffenruhe verlängern und die Straße von Hormus wieder öffnen soll. Allerdings erklärte US-Vizepräsident JD Vance, dass Präsident Donald Trump bislang noch nicht bereit sei, das Abkommen zu unterzeichnen.
Zusätzlichen Rückenwind erhielt insbesondere der Technologiesektor durch starke Nachrichten von Dell Technologies. Der Computerhardware-Hersteller berichtete von einem kräftigen Wachstum bei KI-Servern für Rechenzentren.
In Japan stützten zudem überraschend starke Konjunkturdaten die Stimmung: Die Industrieproduktion stieg im April entgegen den Erwartungen, während sich die Kerninflation im Großraum Tokio im Mai abschwächte und unter dem Zielwert der japanischen Notenbank blieb.
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