Trump-Aussagen zum Iran belasten: DAX schließt in Rot -- US-Börsen tiefer -- Software-Aktien vor Oracle-Zahlen unter Druck -- SoftBank, Kryptos, Schaeffler, adidas, Rheinmetall, RENK & Co. im Fokus
UniCredit kauft weitere Commerzbank-Anteile. Porsche-Chef erteilt Elektro-911 eine Absage. Super Micro: Milliardenschwere Kapitalerhöhung droht Aktien zu verwässern. Airbus erweitert Zusammenarbeit mit Diehl bei Luft- und Raketenabwehr. Litauen bestellt Militärfahrzeuge bei Mercedes-Benz und Daimler Truck. Heidelberger Druck: Sparprogramm soll für deutlich höhere Profitabilität sorgen.
Marktentwicklung
Am deutschen Aktienmarkt prägte am Mittwoch Unsicherheit das Bild.
Der DAX ist mit einem kleinen Plus in den Handel eingestiegen, konnte die Gewinne im Verlauf aber nicht verteidigen und rutschte auf rotes Terrain. Am Nachmittag hat er seine Verluste etwas verringert. Zuvor waren die Kurse von aufgeflammten Sorgen um eine Eskalation des Iran-Kriegs tiefer ins Minus gezogen worden. Schließlich verabschiedete er sich 0,97 Prozent tiefer bei 24.195,31 Punkten in den Feierabend.
Der TecDAX zeigte sich zum Start etwas fester, doch auch hier prägten im Verlauf Verluste das Bild. Letztlich gab er 0,66 Prozent auf 3.979,38 Zähler nach.
Die USA und der Iran griffen sich trotz Waffenruhe und laufenden Verhandlungen über ein Kriegsende erneut gegenseitig an. Als Reaktion auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers bombardierte das US-Militär im Iran Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Straße von Hormus. Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an. Kuwaits Luftabwehr war laut Armeeangaben im Einsatz. Auch in Bahrain schrillten wieder Sirenen.
Aus Sicht von US-Präsident Donald Trump hat der Iran zu lange gebraucht, um ein Abkommen auszuhandeln. Jetzt müsse das Land "den Preis dafür zahlen", erklärte er. Der Ölpreis als Gradmesser für geopolitischen Spannungen zog an, zudem geriet der Euro zum US-Dollar unter Druck.
Mit Spannung erwartet wurde die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreise für Mai. Diese entsprachen weitgehend den Erwartungen.
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An den europäischen Börsen dominierten am Mittwoch die Bären.
Der EURO STOXX 50 startete mit einem kleinen Plus, im Verlauf waren jedoch Verluste zu sehen. Er beendete den Handel 0,66 Prozent tiefer bei 6.009,95 Punkten.
Im Fokus der Anleger stand erneut der Konflikt im Nahen Osten. Nachdem US-Präsident Trump bereits zuvor mit Vergeltungsangriffen auf den Iran gedroht hatte, reagierten die USA in der Nacht tatsächlich mit Militärschlägen gegen den Iran, worauf wiederum der Iran einen Drohnenangriff auf die US-Fünfte Flotte in Bahrain unternahm. Die erneute Eskalation wird am Markt aber offenbar einmal mehr eher als "Gewalt-Intermezzo" abgetan.
Am Nachmittag wurden aus den USA zudem Verbraucherpreise gemeldet. Die Inflationsdaten für Mai entsprachen weitgehend den Erwartungen. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent und lagen damit leicht unter dem Aprilwert. Für Unsicherheit sorgt nun die Frage, wie die US-Notenbank unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh auf die Inflationsentwicklung reagieren wird.
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Die US-Börsen zeigten sich zur Wochenmitte leichter.
Der Dow Jones Industrial ging mit einem Abschlag von 1,87 Prozent bei 49.919,21 Punkten in den Feierabend.
Der Techwerteindex NASDAQ Composite schloss daneben 1,98 Prozent tiefer bei 25.169,50 Zählern.
Belastet wurden vor allem KI-nahe Titel, nachdem erneut Zweifel an der langfristigen Tragfähigkeit des KI-Booms aufgekommen sind. Zudem verwiesen Händler auf den bevorstehenden Börsengang von SpaceX, der dem Markt vorübergehend Liquidität entziehen könnte.
Die Inflationsdaten für Mai entsprachen weitgehend den Erwartungen. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozent und lagen damit leicht unter dem Aprilwert. Auf Jahressicht erhöhte sich die Teuerungsrate auf 4,2 Prozent. Die Kerninflation fiel im Monatsvergleich mit 0,2 Prozent etwas niedriger aus als prognostiziert, während sie im Jahresvergleich bei 2,9 Prozent lag. Als wichtiger Preistreiber gilt weiterhin der deutliche Anstieg der Ölpreise infolge des Nahostkonflikts.
Für Unsicherheit sorgte die Frage, wie die US-Notenbank unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh auf die Inflationsentwicklung reagieren wird. Marktbeobachter halten steigende Zinsen für zunehmend wahrscheinlich, da die Teuerung hoch bleibt und der Arbeitsmarkt weiterhin robust ist. Die erste Zinssitzung unter Warsh findet in der kommenden Woche statt.
Am Energiemarkt erhielten die Ölpreise zusätzlichen Auftrieb durch Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, der dem Iran mangelnde Kompromissbereitschaft bei Friedensgesprächen vorwarf. Zuvor hatten US-Streitkräfte nach dem Abschuss eines amerikanischen Hubschraubers Vergeltungsangriffe durchgeführt.
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Die asiatischen Aktienmärkte setzten ihre Vortageserholung nicht fort.
In Tokio verbuchte der Nikkei 225 ein Minus von 1,89 Prozent und ging bei 64.179,27 Punkten aus dem Handel.
Auf dem chinesischen Festland ging es für den Shanghai Composite um 0,42 Prozent auf 3.993,23 Punkte abwärts.
In Hongkong gab daneben der Hang Seng 0,64 Prozent auf 24.407,96 Punkte ab.
Die asiatischen Aktienmärkte verzeichneten am Mittwoch deutliche Verluste. Ausgelöst durch erneute militärische Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran breitete sich an den Märkten eine ausgeprägte Risikoaversion (Vermeidung von Marktrisiken) aus. Gleichzeitig verpuffte die jüngste Erholung im Technologiesektor vollständig.
Als Barometer für Investitionen in Künstliche Intelligenz gilt der südkoreanische KOSPI, der die regionalen Verluste anführt und damit die extreme Volatilität der vergangenen Tage fortsetzt. Auch am Mittwoch gab es daher Handelsunterbrechungen. Der Index verlor schlussendlich 4,52 Prozent auf 7.730,82 Punkte.
Die Vorgaben von der Wall Street fielen am Vorabend verhalten aus, da die geopolitischen Spannungen und anhaltende Verluste bei Halbleiteraktien bereits die US-Märkte belasteten.
Grund für die jüngste Beunruhigung an den Rohstoffmärkten war ein sprunghafter Anstieg der Ölpreise. Nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers durch den Iran in der Straße von Hormuz hatten sich beide Nationen am Dienstagabend gegenseitig mit Luftschlägen angegriffen.
In Japan belasteten die Erzeugerpreise: Die japanischen Erzeugerpreise (Preise auf Werksebene) stiegen im Mai kriegsbedingt durch die hohen Treibstoffkosten deutlich stärker als erwartet. Zinsdruck steigt: Es wächst die Sorge, dass die hohen Fabrikpreise auf die Verbraucher abgewälzt werden. Dies könnte die Bank of Japan (BoJ) zu schnelleren Zinserhöhungen zwingen, worüber die Notenbank bereits in der kommenden Woche beraten will.
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